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31.07.2013

07:44 Uhr

Neugeld in Rekordhöhe

Vontobel lässt Konkurrenten hinter sich

Die Erwartungen der Analysten sind ums Doppelte übertroffen: Die Schweizer Bank Vontobel zieht mit starken Netto-Neugeldzahlen derzeit im Wettbewerb der Banken davon.

Der Hauptsitz der Vontobel-Bank in Zürich. dpa

Der Hauptsitz der Vontobel-Bank in Zürich.

ZürichDie Schweizer Bank Vontobel sammelt weiter in Rekordtempo neues Geld ein. Im ersten Halbjahr 2013 steigerte die Traditionsbank das Netto-Neugeld auf 8,2 Milliarden Franken, wie sie am Mittwoch mitteilte. Bereits im Gesamtjahr 2012 hatte Vontobel mit Neugeld von 8,6 Milliarden einen Höchststand erreicht. Mit einer Wachstumsrate von 17 Prozent ließ das Finanzinstitut Konkurrenten wie Credit Suisse oder EFG International weit hinter sich. Auch unter dem Strich blieb mehr übrig. Der Halbjahresgewinn kletterte um 20 Prozent auf 76,1 Millionen Franken. Die deutlichste Verbesserung kam vom Private Banking. Mit der Vermögensverwaltung von reichen Privatkunden verdiente die Bank 30,2 Millionen Franken, 49 Prozent mehr als im Vorjahr. Analysten hatten für das erste Halbjahr einen Gewinn von 70,8 Millionen Franken und vier Milliarden Franken Neugeld erwartet.

Kapitalquoten großer Banken (2. Quartal 2013)

Kernkapitalquoten

Ein Lehre aus den Folgen der Finanzkrise lautet: Banken müssen mehr echtes Eigenkapital vorhalten, dass Verluste auffangen kann. Im „Basel III“ genannten Regelwerk ist eine Mindestquote von 4,5 Prozent aus Eigenkapital und einbehaltenen Gewinnen vorgeschrieben – von Investoren werden aber derzeit eher neun Prozent als Wert für eine stabile Bank angesehen.

Bank of America

9,6 Prozent

Citigroup

10 Prozent

Commerzbank

8,4 Prozent (nach 7,5 Prozent im ersten Quartal)

Deutsche Bank

10 Prozent (nach 8,6 Prozent im 1. Quartal 2013)

Goldman Sachs

keine Angabe nach dem 2. Quartal 2013

JP Morgan

9,3 Prozent

Morgan Stanley

9,9 Prozent

UBS

11,2 Prozent

Wells Fargo

8,5 Prozent

Quelle

Die Kernkapitalquoten stammen von den jeweiligen Geldhäusern und beziehen sich auf das jeweils zuletzt verfügbare Quartal. Die Banken beschreiben die Quote als „Common Equity Tier 1 Ratio nach Basel III“ oder auch nach der EU-Umsetzung der Basel-III-Vorgaben („CRD IV“) als „pro forma fully loaded CRD IV core tier 1 ratio“. Offiziell gilt die Basel-III-Vorgabe erst ab 1. Januar 2019, doch die Investoren verlangen bereits lange eine deutliche Übererfüllung der künftigen Quoten.

Von

rtr

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