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20.03.2006

09:13 Uhr

Neugeschäft stieg um 25 Prozent

Aareal Bank verspricht wieder Dividende

Der Immobilienfinanzierer Aareal Bank hat den Investoren für dieses Jahr wieder einen Gewinn und eine Dividende in Aussicht gestellt. Der seit knapp einem Jahr amtierende Vorstandschef Wolf Schumacher baut die Bank radikal um und will dafür auch Arbeitsplätze abbauen.

HB WIESBADEN. Im vergangenen Jahr sei der Verlust von 129 Mill. Euro im Vorjahr auf 55 Mill. Euro gesunken. Experten hatten mit einem Minus von 70 Mill. Euro gerechnet. Die Bank erwartet 2006 wieder ein positives Ergebnis.

Die im November abgegebene Prognose, dass die Rendite bis Ende 2006 nahe an die Kapitalkosten steigen soll, bleibe bestehen. Dies sagte ein Sprecher auf Anfrage, nachdem diese in der Pflichtmitteilung nicht genannt wurde. Im Neugeschäft verzeichnete die Bank einen Anstieg um 25 Prozent auf 7,1 Mrd. Euro und lag damit etwas über dem selbst gesteckten Ziel von bis zu sieben Mrd. Euro. 6,1 Mrd. davon seien im Ausland gezeichnet worden. Hier legte das Neugeschäft um 31 Prozent zu. In Deutschland erreichte die Bank ein Neugeschäftsvolumen wie im Vorjahr von einer Milliarde Euro und lag damit innerhalb der Erwartung.

Ab diesem Jahr soll sich der Vorsorgebedarf für faule Kredite „normalisieren“ - früheren Angaben zufolge maximal 90 Millionen Euro pro Jahr betragen. Die Bank will auch auf eine auskömmliche Rendite kommen. Schumacher plant weiterhin, bei der Muttergesellschaft 253 von 1249 Mitarbeiterstellen zu streichen.

Der Vorstandschef hat zuletzt das Kreditbuch der Bank unter die Lupe genommen und eine hohe Sonderwertberichtigung vorgenommen, um künftig vor bösen Überraschungen gefeit zu sein. Zudem wurden Beteiligungen und Problemkredite verkauft, der Vorstand umgebaut und die Refinanzierungstochter Aareal Hyp enger an den Konzern gebunden. Die im Nebenwerte-Index MDax gelistete Bank, deren Aktienkurs sich seit dem Amtsantritt Schumachers im April 2005 um die Hälfte verteuert hat, setzt verstärkt auf Neugeschäft im Ausland, wo sie meist mehr verdient. 2005 wurde das Neugeschäftsvolumen um ein Viertel auf 7,1 Milliarden Euro ausgeweitet - mit 85 Prozent der Großteil davon außerhalb des Heimatmarktes.

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