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21.05.2015

21:04 Uhr

News-Blog zur Deutsche-Bank-Hauptversammlung

Dämpfer für Jain und Fitschen

VonMichael Brächer, Laura de la Motte

Bei der Hauptversammlung der Deutschen Bank hagelt es Kritik an den Verantwortlichen. Anshu Jain, Jürgen Fitschen und ihre Vorstandskollegen schneiden bei der Abstimmung denkbar schlecht ab. Das Live-Blog zum Nachlesen.

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Deutsche Bank plant Radikalumbau

Keine Privatkunden mehr?: Deutsche Bank plant Radikalumbau

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FrankfurtAuf der Hauptversammlung kündigte Aufsichtsratschef Paul Achleitner an, den Vorstand der Deutschen Bank nicht pauschal entlasten lassen zu wollen. Stattdessen sollte die Amtsführung der Vorstandsmitglieder von den Anteilseignern einzeln bewertet werden – so wie es zuvor von einem Aktionär gefordert wurde. Mehrere Aktionärsvertreter hatten in der Frankfurter Festhalle angekündigt, sie wollten das Gremium nicht entlasten. Das Ergebnis am späten Donnerstagabend: Nur 61 Prozent stimmten für die Entlastung.

+++ Rückschlag für den Vorstand +++

Die Aktionäre haben dem Führungsduo die gelbe Karte gezeigt. Die Co-Vorstandsvorsitzenden Anshu Jain und Jürgen Fitschen wurden lediglich mit jeweils 61 Prozent entlastet. Üblich sind mit mindestens 90 Prozent erheblich mehr.

Der Vorgang hat allerdings keine direkten Folgen, da nur der Aufsichtsrat über eine Abberufung von Vorständen entscheiden kann. Zuvor hatten zahlreiche Anlegerschützer und Aktionärsberater harsche Kritik am Kurs des Instituts und an der schleppenden Aufarbeitung der juristischen Altlasten geübt und eine Nicht-Entlastung der Konzernspitze empfohlen.

+++Gespanntes Warten auf die Abstimmung+++

Auch wenn es bis zur Abstimmung noch eine ganze Weile dauern dürfte, hier schon einmal die Zahlen aus dem vergangenen Jahr zum Vergleich: Auch damals waren die Vorstände einzeln entlastet worden. Damals lagen sie bei der Abstimmung nahezu gleich auf: Jürgen Fitschen wurde mit 88,95 der Stimmen entlastet, Jain erhielt mit 88,93 Prozent marginal weniger Stimmen. Rainer Neske erhielt ebenfalls 88,95 Prozent.

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Die Aktionäre erkennen ihre Deutsche Bank nicht wieder: Lahmender Aktienkurs, verschleppter Strategieumbau, Sünden der Vergangenheit. Sie gehen hart mit dem Vorstand ins Gericht – zu Recht meint unser Reporter.

+++Fitschen gelobt Besserung+++

Neues vom Plastikbeutel: Co-Chef Jürgen Fitschen gelobt Besserung beim Umweltschutz. „Die Kritik am Plastikbeutel nehmen wir gerne auf. Das können wir sicherlich besser machen.“ Zuvor hatte sich ein Aktionär darüber beschwert, dass an die Gäste der Hauptversammlung Kunststoffbeutel verteilt worden waren – das passe nicht zum Nachhaltigkeitsversprechen.

+++ Kopfnoten für die Vorstände +++

Aufsichtsratschef Paul Achleitner verkündet, dass die Vorstände einzeln von den Aktionären entlastet werden sollen. Das ist ein Vorgehen, das bei Hauptversammlungen als ungewöhnlich gilt und gesetzlich nicht vorgeschrieben ist. Es ist bei der Deutschen Bank aber auch schon in der Vergangenheit vorgekommen – zuletzt im Vorjahr für das Geschäftsjahr 2013.

Dass die Vorstände entlastet werden, gilt zwar als sicher. Spannend wird aber zu sehen sein, ob die Anleger dem scheidenden Vorstand Rainer Neske ihre Solidarität ausdrücken. Denkbar ist auch, dass sich die Kritik an Co-Vorstand Anshu Jain auch in den Zahlen bei der Abstimmung niederschlägt. Mindestens ein Fünftel der Aktionäre dürfte dem Vorstandschef die Entlastung verweigern, schätzen Großinvestoren. Üblich sind sonst Zustimmungsquoten von 95 Prozent und mehr.

 +++ Deutsche Bank steckt derzeit in 7.000 Rechtsstreitigkeiten+++

Noch ein Nachtrag zu den Antworten von Stefan Krause: Der Finanzchef kann auch in einem anderen Bereich auf ein starkes Wachstum verweisen. Laut Krause steckt die Bank derzeit in 7000 Rechtsstreitigkeiten. Das sind 1.000 Fälle mehr als im Vorjahr. Falls sich noch jemand wundert, weshalb die Kassen leer sind: Ein Aktionär hat die Antwort. Auf seinem T-Shirt steht „Deutschland ist pleite – und ich bin Schuld“. Am Schluss seiner Rede schimpft er über die Plastikbeutel, die am Eingang ausgeteilt wurden. „Was hat das mit Nachhaltigkeit zu tun? Das ist ein Unding!“ Die Leute klatschen, und naja: Mit Jutebeuteln wäre das nicht passiert.

Wo die Deutsche Bank überall Ärger hat

Zinsskandal

Wegen der Manipulation wichtiger Referenzzinssätze wie Euribor und Libor musste die Deutsche Bank viel Geld abdrücken. Die EU-Kommission verhängte bereits Ende 2013 eine Strafe von 1,7 Milliarden Euro gegen sechs Großbanken, davon entfiel mit 725 Millionen Euro (990 Millionen US-Dollar) der Löwenanteil auf das Frankfurter Geldhaus. Die Behörden in Großbritannien und den USA brummten der Bank eine Rekordstrafe von 2,5 Milliarden Dollar auf, davon 2,175 Milliarden US-Dollar in den USA und 226,8 Millionen in Großbritannien.

Diese Beträge wurden bis auf 150 Millionen US-Dollar vollständig gezahlt, ein Urteil zu dem ausstehenden Betrag wird für den 7. Oktober 2016 erwartet. Die deutsche Finanzaufsicht Bafin hat in ihrem Bericht zur Zinsaffäre eine Reihe von Top-Managern scharf angegriffen und ihnen zu laxe interne Kontrollen beziehungsweise eine mangelnde Aufklärung der Tricksereien vorgeworfen. Darunter war auch Co-Vorstandschef Anshu Jain, der im Frühsommer 2015 sein Amt zur Verfügung stellte. Einen Zusammenhang zwischen dem Rücktritt und dem Bafin-Bericht wies die Bank allerdings zurück.

Mit vier mutmaßlich in den Zinsskandal verwickelten Händlern hat sich die Deutsche Bank in Frankfurt nach langem Hin und Her auf einen Vergleich geeinigt, der ebenfalls Geld kostete. Ob das Zinskapitel wirklich abgeschlossen ist, ist offen. In den USA könnten auch Sammelklagen von Anlegern gegen die Bank zugelassen werden. Sie müssen aber eindeutig nachweisen, dass ihnen durch die Manipulationen Nachteile entstanden sind.

US-Sanktionen

Schon länger steht die Deutsche Bank im Verdacht, gegen Sanktionen verstoßen zu haben, die die USA gegen Länder wie den Iran verhängt haben. Für die Missachtung von Sanktionen zahlte das Geldhaus im November 2015 bereits 260 Millionen US-Dollar. Die Bank hatte betont, sie habe sich bereits 2007 aus Iran-Geschäften zurückgezogen. Auch andere Finanzinstitute mussten für Vergleiche in der Sache bereits tief in die Tasche greifen: Die französische BNP Paribas zahlte knapp neun Milliarden Dollar, die Commerzbank 1,45 Milliarden Dollar.

US-Hypotheken

Ende 2013 zahlte die Deutsche Bank 1,4 Milliarden Euro (1,919 Milliarden US-Dollar) für die Beilegung ihres größten Rechtsstreits im Zusammenhang mit fragwürdigen Hypothekengeschäften in den USA. Das Institut soll vor der Finanzkrise beim Verkauf von Wertpapieren, die mit Hypotheken unterlegt sind, falsche Angaben gemacht haben. Andere Verfahren, die die amerikanischen Federal Housing Finance Agency (FHFA) gegen die Deutsche Bank und weitere Häuser angestrengt hatte, sind aus dem Vergleich jedoch ausgeklammert. Auch andere Klagen liegen noch auf dem Tisch und könnten potenziell viel Geld kosten.

Kirch

Die Bank ist nach Ansicht des Oberlandesgerichts München mitverantwortlich für die Pleite des Medienkonzerns im Jahr 2002. Grund ist ein Interview des damaligen Bankchefs Rolf Breuer, in dem dieser Zweifel an Kirchs Kreditwürdigkeit gesät hatte. Anfang 2014 einigten sich die Streitparteien in einem Vergleich zwar auf Schadenersatz von 925 Millionen Euro (1,23 Milliarden US-Dollar). Doch die strafrechtlichen Ermittlungen gegen einzelne Spitzenmanager der Bank wegen versuchten Prozessbetrugs liefen weiter. Die Staatsanwaltschaft München erhob schließlich Anklage gegen Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen sowie die früheren Spitzenmanager Josef Ackermann, Rolf Breuer und Clemens Börsig.

Prozessauftakt war im April 2015, das Verfahren zog sich hin. In seiner Urteilsverkündung vom 25. April 2016 hat das Landgericht München die Manager und auch die Bank freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft legte gegen das Urteil Revision ein. Die weiteren Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft in diesem Zusammenhang dauern noch an.

CO2

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelte gegen die Bank wegen des Verdachts der Umsatzsteuerhinterziehung im Zusammenhang mit dem Betrug mit CO2-Verschmutzungsrechten. Rund 500 bewaffnete Polizisten und Steuerfahnder hatten deshalb Ende 2012 den Hauptsitz der Bank in Frankfurt und andere Büros durchsucht. Ex-Co-Chef Fitschen und der langjährige Finanzvorstand Stefan Krause gehörten zu ursprünglich 25 Mitarbeitern der Bank, gegen die in der Affäre wegen schwerer Steuerhinterziehung ermittelt wurde. Denn Fitschen und Krause hatten die auf dem CO2-Betrug basierende Steuererklärung unterzeichnet. Im August 2015 erhob die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt schließlich gegen acht beteiligte Kundenbetreuer und Händler der Deutschen Bank Anklage wegen „bandenmäßiger Steuerhinterziehung“. Im Juni 2016 verurteilte das Frankfurter Landgericht sechs ehemalige Beschäftigte der Deutschen Bank, weil sie die millionenschweren Steuerbetrügereien ermöglicht hatten.

Devisen und Derivate

Aufseher, darunter auch die Bafin, gehen dem Verdacht nach, dass Banken am billionenschweren Devisenmarkt ebenfalls getrickst haben. Einige internationale Großbanken haben in der Sache bereits milliardenschwere Vergleiche geschlossen. Die Deutsche Bank als einer der größten Devisenhändler der Welt allerdings noch nicht.

Sie hat Finanzkreisen zufolge aber mehrere Händler vom Dienst suspendiert. Sie stehen offenbar im Verdacht, an Referenzkursen gedreht zu haben. Die Bank ist beklagte in drei Sammelklagen in den USA und zwei kanadischen Sammelklagen, die im September 2015 erhoben wurden. Die Deutsche Bank hat erklärt, dass sie zur Aufklärung des Skandals mit verschiedenen Aufsichtsbehörden zusammenarbeitet und zudem eine interne Untersuchung gestartet hat. Diese Untersuchung ergab nach Angaben aus Finanzkreisen, dass es bislang keinerlei Hinweise auf Tricksereien bei den großen Währungen Euro, Dollar, Pfund und Yen gibt, wohl aber vereinzelt beim russischen Rubel und dem argentinischen Peso.

Vom Haken sind die Frankfurter aber nicht: In der US-Niederlassung der Bank installierte die New Yorker Finanzaufsicht DFS einen Kontrolleur, der sich Finanzkreisen zufolge nun schon seit einigen Monaten das elektronische Devisenhandelssystem genauer anschaut. Demnach sind Algorithmen der Plattform „Autobahn“ Teil der Ermittlungen. Amerikanische und deutsche Aufseher gehen zudem dem Verdacht nach, dass Geldhäuser den viel beachteten Marktindex für Swap-Geschäfte (Isdafix) zu ihren Gunsten beeinflusst haben. Die Deutsche Bank hat für Zinsswap-Manipulationen bereits 50 Millionen US-Dollar zahlen müssen.

Geldwäsche in Russland

Im Juni 2015 war bekannt geworden, dass Ermittler rund um den Globus dem Verdacht nachgehen, russische Kunden könnten über die Deutsche Bank Rubel-Schwarzgeld im Wert von mindestens sechs Milliarden Dollar gewaschen haben. Die Bank hat versprochen, zur Aufarbeitung der Affäre mit den Behörden zusammenzuarbeiten. Mehrere Mitarbeiter in der Moskauer Niederlassung wurden deshalb vor die Tür gesetzt, darunter auch der ehemalige Chef-Händler in Russland, Tim Wiswell.

Inzwischen hat die Affäre eine neue Dimension erreicht: Das US-Justizministerium und die Finanzbehörde von New York (DFS) prüfen laut einem Medienbericht, ob die Bank gegen Sanktionen verstoßen hat. Dabei gehe es auch um die Frage, ob Geschäfte mit Vertrauten von Russlands Präsident Wladimir Putin gemacht wurden und ob die Bank intern geeignete Vorkehrungen getroffen hat, um solche Verstöße zu verhindern.

US-Steuerstreit

Das US-Justizministerium ermittelt seit mehr als fünf Jahren gegen Finanzinstitute in der Schweiz wegen mutmaßlicher Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Am Haken haben die Behörden seit 2013 auch die Deutsche Bank. Deren Schweizer Tochter erstatte Selbstanzeige. Finanzkreisen zufolge hat sich die Deutsche Bank bei den US-Behörden gemeldet, weil sie den Verdacht hegte, einige US-Kunden könnten ihr Vermögen in der Schweiz vor dem heimischen Fiskus versteckt haben. Seither würden Daten an die USA geliefert und Anfragen beantwortet. Eine Strafzahlung könne die Bank damit aber wohl nicht abwenden, sondern nur auf einen Rabatt hoffen. Eine Entscheidung steht noch aus. Das Bußgeld kann sich auf bis zu 50 Prozent der versteckten Gelder belaufen. Bereits im Dezember 2010 hatte die Deutsche Bank 550 Millionen US-Dollar Strafzahlungen für Beihilfe zur Steuerhinterziehung zahlen müssen.

+++ Ein langer Tag deutet sich an +++

Es liegen noch vierzig Wortmeldungen vor – das kann dauern. Die Redezeit wird deshalb auf vier Minuten verkürzt. 

+++ Finanzchef Stefan Krause bringt Zahlen +++

Finanzchef Stefan Krause liefert Zahlen: Zuerst geht er auf Fragen zur Postbank ein. Die Bank habe „nachhaltig positive Ertrags- und Kosteneffekte“ von rund einer Milliarde Euro im Jahr geliefert. Die Abtrennung der Postbank dürfe die Deutsche Bank nun erst einmal einen „niedrigen dreistelligen Millionenbetrag“ kosten.

Welchen Erlös der Verkauf der Bank einbringen soll, will Krause nicht verraten. 1,4 Mrd. habe die Integration der Postbank gekostet. Außerdem weist Neske den Vorwurf zurück, dass Anshu Jain Warnungen der Risikoabteilung über eine mögliche Zinsmanipulation übergangen habe. Die Spezialisten hätten „keine Hinweise auf versuchte Manipulation“ von Referenzzinssätzen gefunden. Trotzdem merkwürdig: Jain sitzt daneben und schweigt – obwohl die Frage in seinen Bereich fällt.

+++ Achleitner und Co. liefern Antworten +++

Jetzt wird es wieder spannend: Die Chefetage antwortet auf die Fragen der Aktionäre. Als erstes spricht Paul Achleitner. Der Aufsichtsratschef sagt, dass er die Kritik der Anleger nachvollziehen kann. „Aufsichtsrat und Vorstand teilen die Einschätzung, dass die Leistung bei der Umsetzung der Strategie durchwachsen ist.“ Manche Ziele seien nicht erreicht worden. Man wolle nun jedoch die Umsetzung der neuen Strategie „eng nachhalten“ und überwachen.

+++ Chefetage zur Beichte +++

Langsam lichten sich die Reihen dann doch etwas: Die Frankfurter Würstchen rufen. Derweil lädt der Aktionär Christoph Rinneberg von den „Ordensleuten für den Frieden“ die Chefetage der Banker zur Beichte ein. Ob das wohl hilft?

Die Rochade bei der Deutschen Bank

Fitschen vs. Jain

Die beiden Bankchefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen bleiben an Bord. Aber Jain wird gestärkt und übernimmt vom bisherigen Finanzchef Stefan Krause die Verantwortung für die Umsetzung der Ende April beschlossenen „Strategie 2020“.

Neske vs. Sewing

Privatkunden-Chef Rainer Neske verlässt den Konzern zum 30. Juni und wird durch Christian Sewing ersetzt, der erst im Januar für Rechts- und Compliance-Themen neu in den Vorstand geholt worden war.

Marcus Schenck

Vom Rivalen Goldman Sachs warb Achleitner Marcus Schenck als neuen Finanzchef ab, wie schon länger bekannt ist. Er übernimmt das Ruder vom bisherigen CFO Stefan Krause mit der Hauptversammlung an diesem Donnerstag.

Stefan Krause

Stefan Krause ist dafür künftig unter anderem für die interne „Bad Bank“ zuständig, die bislang bei Fitschen lag. Außerdem soll er maßgeblich die Trennung von der Postbank leiten und dort den Chefposten im Aufsichtsrat übernehmen.

Alan Cloete

In Kürze soll auch Alan Cloete den Konzern verlassen, der dem erweiterten Vorstand angehört und im Zuge des Zinsskandals ins Visier der Ermittler gerückt war.

Nadine Faruque

Nadine Faruque wird Generalbevollmächtigte der Bank und soll damit Christian Sewing bei Compliance-Themen unterstützen.

+++ Aktionärsberater Hirt will Vorstandsumbau +++

Aktionärsberater Hans Hirt, Manager des britischen Investors Hermes, fordert Vorstandsumbau bei der Deutschen Bank, der über „gestriges Stühlerücken“ hinausgeht. Er hat wenig Zuversicht, dass die Ziele der „Strategie 2020“ erreicht werden.

+++ Auch Profi-Anleger kritisieren das Drehen und Wenden der Bank +++

Auch Profi-Anleger äußern Kritik – und das ziemlich deutlich: Ingo Speich, Portfolio-Manager von Union Investment fragt: „Herr Fitschen und  Herr Jain, wann findet dieser Albtraum endlich sein Ende?“ Speich will wissen, ob die Chefs weitere Kapitalerhöhungen ausschließen können. Auch er kritisiert den Strategieschwenk bei der Postbank: „Man dreht es sich immer, wie man es gerade braucht.“

Auch Speich äußert die Chef-Frage: „Wir fragen uns langsam, ob das Management der Deutschen Bank noch in der Lage ist, das Unternehmen adäquat zu führen.“ Die Entscheidung darüber müsse aber Paul Achleitner treffen. Die Fondsgesellschaft will dem Vorstand die Entlastung verweigern.

Kommentare (11)

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Herr Lothar Bitschnau

21.05.2015, 10:39 Uhr

.. und Bin Ladens Titelbild erfährt doch mehr Respekt
wie jenes der Manager der deutschen Bank.
Aber das ist Ihr Teil an Verantwortung in der Berichterstattung.

Frau Ich Kritisch

21.05.2015, 10:52 Uhr

Sorry, solch eine unwichtige Aktie, ist die es wirklich wert einen Live-Blog zu machen?

Die Aktie ist nichts mehr wert, der tatsächliche Wert der Bank sinkt.

So what?

Dürfte doch nur für die Aktionäre vor Ort interessant sein...

Sergio Puntila

21.05.2015, 11:06 Uhr

"+++ Co-Chef Anshu Jain spricht - Übersetzung verwirrt +++"
________

Sowas auf einer HV wirkt fast wie eine Übernahme ohne Gebot...

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