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09.06.2016

10:30 Uhr

Niedersachsen

Finanzminister sieht Weg zur Stützung der Bremer Landesbank

Nach heftigen Abschreibungen auf Schiffskredite wird die Bremer Landesbank einen dreistelligen Millionenverlust melden. Die NordLB wird das Institut wohl unter seine Fittiche nehmen, so Niedersachsens Finanzminister.

In der Stadt an der Weser errichtet die BLB derzeit eine neue Unternehmenszentrale. dpa

Baustelle Bremer Landesbank (BLB)

In der Stadt an der Weser errichtet die BLB derzeit eine neue Unternehmenszentrale.

Hannover/BremenAngesichts absehbarer Defizite in dreistelliger Millionenhöhe bei der Bremer Landesbank (BLB) setzt Niedersachsen auf eine stärkere Integration in den Mehrheitseigner NordLB aus Hannover. Die BLB-Träger werden sich auf der Aufsichtsratssitzung an diesem Freitag zu möglichen Lösungen für Deutschlands zweitkleinsten Landesbank äußern.

„Das Ganze wird meiner Überzeugung nach allerdings nur gehen, wenn die Bank unter den Kapitalschutz der NordLB insgesamt kommt“, sagte Niedersachsens Finanzminister Peter-Jürgen Schneider (SPD) nach einer vertraulichen Sitzung des Haushaltsauschusses des niedersächsischen Landtags. Er betonte: „Eine Verschiebung von Anteilen an der Bremer Landesbank wird unzweifelhaft notwendig sein.“

Ratingagentur Moody's : Daumen runter für die Bremer Landesbank

Ratingagentur Moody's

Daumen runter für die Bremer Landesbank

Die Ratingagentur Moody’s hat ihre Bewertung für die Bremer Landesbank gesenkt. Um gleich vier Stufen wertete sie die Bonität des Finanzinstituts ab. Der Druck auf die NordLB-Tochter nimmt zu.

Dieses Vorgehen hatte sich bereits in den vergangenen Tagen angedeutet. Das Land Bremen ist mit 41 Prozent an der BLB beteiligt, die NordLB hält 55 Prozent. Doch die Risikotragfähigkeit der Bremer Landesbank lässt sich wegen Millionenabschreibungen künftig wohl nur unter einem Konzernschirm sicherstellen.

Ähnlich wie die Deutsche Hypothekenbank könnte die BLB eine hundertprozentige Tochter der NordLB werden, die einen eigenständigen Markenauftritt hat, aber ansonsten eng an den Konzern angebunden ist. Das Land Bremen wiederum könnte sich dann am neuen Gesamtkonzern mit einem Minderheitsanteil beteiligen.

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