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29.04.2013

14:44 Uhr

Niedriges Zinsniveau

LBBW blickt verhalten in die Zukunft

Es wird ein schwieriges Jahr – das erwartet der Chef der baden-württembergischen Landesbank. Man erwarte zwar, eine positive Bilanz vorzulegen, aber die Erwartungen müssten dennoch gedämpft werden.

Das Gebaeude der Landesbank Baden-Wuerttemberg (LBBW) in Stuttgart. dapd

Das Gebaeude der Landesbank Baden-Wuerttemberg (LBBW) in Stuttgart.

StuttgartDeutschlands größte Landesbank LBBW blickt nach einem Gewinnsprung im vergangenen Jahr vorsichtiger in die Zukunft. „Für den weiteren Verlauf des Jahres rechnen wir mit einem komplizierten Umfeld“, sagte LBBW-Chef Hans-Jörg Vetter am Montag in Stuttgart.

Das erste Quartal werde hinter dem Vorjahr zurückbleiben. Grund dafür sei auch das niedrige Zinsniveau. Hinzugekommen seien Verluste beim Abbau von Risiken. Eine konkrete Prognose für 2013 wollte Vetter noch nicht abgeben. Das Ergebnis soll aber wieder positiv ausfallen. 2012 hatte die LBBW 398 Millionen Euro Gewinn gemacht - nachdem sie 2011 mit 66 Millionen Euro erstmals seit drei Jahren wieder schwarze Zahlen geschrieben hatte.

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Sparkassen und Landesbanken lassen verlauten, dass die Finanzmarktsteuer ihre Existenz bedrohen könnte, wenn sie schlecht umgesetzt wird. Selbst die Initiatoren der Steuer zweifeln mittlerweile an ihr.

Ende 2009 hatte die EU-Kommission milliardenschwere Hilfen durch die Eigner Land, Sparkassenverband und Stadt Stuttgart für die finanziell angeschlagene LBBW gebilligt - im Gegenzug musste sich das Geldhaus auf sein Geschäft in der Region konzentrieren.

Sorgen bereitet dem Institut „die Flut neuer Regulierungen“ in Folge der Finanzkrise. „Die Kreditwirtschaft kommt kaum noch hinterher mit der Umsetzung der unzähligen Vorschriften“, sagte Vetter. „Wenn die Banken zu sehr belastetet werden, kann das auch der Realwirtschaft schaden - nämlich dann, wenn die Institute nicht mehr genügend Mittel bereitstellen können, um die Kreditnachfrage der heimischen Wirtschaft zu befriedigen.“

Die größten Sparkassen Deutschlands

Die Sparkasse Bremen AG

Mit einer Bilanzsumme von 10,7 Milliarden Euro (2011) ist die Sparkasse Bremen die zehntgrößte Sparkasse in Deutschland. In dem kleinen Bundesland arbeiten 1.558 Menschen bei der Sparkasse.

Ostsächsische Sparkasse Dresden

Die Sparkasse in der sächsischen Landeshauptstadt kam im Jahr 2011 auf eine Bilanzsumme von 11,8 Milliarden Euro. Bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden arbeiten 1.708 Angestellte in 142 Filialen.

Nassauische Sparkasse

2011 kam die Nassauische Sparkasse mit Sitz in Wiesbaden auf eine Bilanzsumme von 11,9 Milliarden Euro. Sie kommt auf 225 Filialen - so viele wie keine andere Sparkasse.

Stadtsparkasse Düsseldorf

Mit einer Bilanzsumme von 12,1 Milliarden Euro liegt die Stadtsparkasse Düsseldorf auf Rang 7.

Sparkasse Hannover

Die Sparkasse Hannover ist die sechstgrößte Sparkasse in Deutschland. Das Geldhaus in der niedersächsischen Landeshauptstadt hat 2011 eine Bilanzsumme von 12,8 Milliarden Euro ausgewiesen.

Stadtsparkasse München

Die Stadtsparkasse München ist – wenig überraschend – das größte Mitglied des Sparkassenverbands Bayern. Deutschlandweit reicht es mit einer Bilanzsumme von 15,7 Milliarden Euro für Rang fünf.

Frankfurter Sparkasse

Die viertgrößte Deutsche Sparkasse liegt in Hessen. Die Frankfurter Sparkasse kommt auf eine Bilanzsumme von rund 17,9 Milliarden Euro - mit 1.718 Mitarbeitern. In München sind es zum Vergleich 3083 Angestellte.

Kreissparkasse Köln

Die Kreissparkasse Köln auf Rang drei knackt als erste die Marke von 20 Milliarden Euro. Im Jahr 2011 hat sie eine Bilanzsumme von rund 25,2 Milliarden Euro ausgewiesen.

Sparkasse KölnBonn

Rang zwei geht nach Köln. Die Sparkasse KölnBonn ist mit 29,6 Milliarden Euro (2011) noch ein bisschen größer als die Kreissparkasse Köln.

Hamburger Sparkasse

Mit Abstand die größte Sparkasse in Deutschland ist die Hamburger Sparkasse. Die Haspa kam im Jahr 2011 auf eine Bilanzsumme von 39,5 Milliarden Euro. Sie hat auch die meisten Angestellten aller Sparkassen - 5724 Mitarbeiter.

Indessen zieht die LBBW Konsequenzen aus dem Fall des Leuchtenherstellers Hess, den das Institut im vergangenen Oktober an die Börse begleitet hatte. Das Unternehmen hatte Mitte Januar Insolvenz angemeldet. Den Vorständen Christoph Hess und Peter Ziegler wird vorgeworfen, vor dem Börsengang des Unternehmens Bilanzen gefälscht zu haben. Vetter: „Wir gehen davon aus, dass wir nur noch Kunden an die Börse begleiten werden, bei denen wir Hausbank sind.“

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