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01.10.2016

17:46 Uhr

Niedrigzinsen

Bafin-Chef Hufeld sorgt sich um die Banken

Sorgenfalten beim Chef der deutschen Finanzaufsicht: Felix Hufeld hält das ständige Abschmelzen der Zinserträge für eine akute Bedrohung. An eine „wundersame Großfusion“ in der Branche glaubt der Bafin-Chef aber nicht.

„Nicht jede nervöse Marktreaktion ist durch objektive Fakten gedeckt.“ dpa

Bafin-Präsident Felix Hufeld

„Nicht jede nervöse Marktreaktion ist durch objektive Fakten gedeckt.“

Der Präsident der deutschen Finanzaufsicht Bafin, Felix Hufeld, sorgt sich um die Banken. „Die niedrigen Zinsen fressen sich wie ein schleichendes Gift in die Bankbilanzen hinein“, sagte Hufeld der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Das ständige Abschmelzen der Zinserträge sei eine Bedrohung, auf die die Banken zeitnah reagieren müssten. „Man wird um schmerzhafte Einschnitte nicht herumkommen.“

Die schwierige Lage der Deutschen Bank wollte Hufeld nicht kommentieren. Er sagte aber: „Ich warne davor, sich in eine Art Abwärtsspirale der negativen Wahrnehmung hineintreiben zu lassen. Nicht jede nervöse Marktreaktion ist durch objektive Fakten gedeckt.“ Richtig sei, dass es für jede große Bank Sanierungs- und Abwicklungspläne gebe.

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Hufeld sagte der F.A.S., er erwarte, dass es auf dem deutschen Bankenmarkt in Zukunft vermehrt zu Fusionen kommen werde – vor allem zwischen kleineren Instituten der Genossenschaftsbanken und Sparkassen. An eine „allheilende, wundersame Großfusion“, die alle Probleme über Nacht beseitige, glaube er aber nicht, sagte Hufeld, ohne die Deutsche Bank und die Commerzbank namentlich zu erwähnen.

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