Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.06.2014

13:31 Uhr

Noch dieses Jahr

Raiffeisen will Krisen-Hilfe zurückzahlen

2,5 Milliarden Euro hat die österreichische Raiffeisen-Gruppe in der Krise erhalten, auch von privaten Investoren. Diese sollen ihr Geld nun im Jahresverlauf zurückerhalten. Den größten Gewinn macht die Bank in Russland.

Die Raiffeisenbank möchte das von privaten Investoren erhaltene Geld zurückzahlen. AFP

Die Raiffeisenbank möchte das von privaten Investoren erhaltene Geld zurückzahlen.

WienDie österreichische Raiffeisen -Gruppe will die in der Krise erhaltenen Hilfen von privaten Investoren noch im laufenden Jahr zurückzahlen. Um die Transaktion über insgesamt 750 Millionen Euro zu bewerkstelligen, plant die Bankengruppe im Vorfeld noch Kapital aufzunehmen, sagte Raiffeisen-Zentralbankchef Walter Rothensteiner am Montag. Er ist zugleich Aufsichtsratschef der börsenotierten Osteuropa-Tochter Raiffeisen Bank International.

Die Gruppe hatte in der Krise insgesamt 2,5 Milliarden Euro an Hilfen erhalten - 1,75 Milliarden Euro davon vom Staat. Eigentlich wollte die RBI die komplette Summe bereits vor Monaten zurückzahlen. Die Aufseher hatten dafür jedoch wegen der Ukraine-Krise kein grünes Licht gegeben. Daher hatte die Bank Anfang Juni zunächst nur 1,75 Milliarden Euro an den Staat zurückgezahlt. Die verbleibenden 750 Millionen sind breit gestreut: Ein Drittel hält das deutsche Schwesterinstitut DZ Bank, ein Drittel die eigene Mutter RZB und ein weiteres Drittel private Investoren.

Staatsgarantien: Raiffeissen Bank International tilgt 1,25 Milliarden

Staatsgarantien

Raiffeissen Bank International tilgt 1,25 Milliarden

Das österreichische Bankinstitut Raiffeisen Bank International (RBI) hat Staatsgarantien im Wert von 1,25 Milliarden Euro zurückgegeben. In der Krise hatte der Staat der Bank Garantien von über 4,25 Milliarden gewährt.

Die Raiffeisen Bank International ist mit großen Töchtern sowohl in der Ukraine als auch in Russland vertreten - Russland ist der größte Gewinnbringer der Bank. Trotz der Krise laufe das Geschäft in beiden Ländern „relativ klaglos“, sagte Rothensteiner. Zu schaffen mache der Bank vor allem die Abwertung der lokalen Währungen Rubel und Hrywnia, weil viele Kunden dadurch Probleme hätten, ihre Fremdwährungskredite - etwa in Dollar - zurückzuzahlen. Die Tochter RBI hat Anleger daher für das laufende Jahr bereits auf höhere Vorsorgen für faule Kredite zwischen 1,3 und 1,4 Milliarden Euro eingestellt.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×