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24.03.2016

14:19 Uhr

NordLB

Geldbußen für Luxemburg-Geschäfte drohen

Die drittgrößte deutsche Landesbank, NordLB, macht sich auf Geldbuße für Luxemburg-Geschäfte gefasst. Ein Tochterinstitut steht im Verdacht, 75 Kunden geholfen zu haben, Geld am Fiskus vorbei zu schleusen.

Die Luxemburger Tochter der NordLB steht im Visier der Behörden. dpa

NordLB

Die Luxemburger Tochter der NordLB steht im Visier der Behörden.

FrankfurtAuch die Norddeutsche Landesbank (NordLB) hat offenbar Kunden geholfen, ihr Geld über die Tochter in Luxemburg vor dem deutschen Fiskus zu verstecken. Nun macht sie sich auf eine millionenschwere Geldbuße gefasst. Die luxemburgische Tochter der drittgrößten deutschen Landesbank räumte ein, sie könne nach einer Untersuchung nicht ausschließen, dass Kunden in „länger zurückliegenden Jahren in verhältnismäßig geringem Umfang” Steuern hinterzogen hätten. Nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung” (Donnerstagausgabe) stehen etwa 75 NordLB-Kunden unter entsprechendem Verdacht.

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Die Nachfolge bei der drittgrößten deutschen Landesbank ist offenbar geklärt: Risikovorstand Thomas Bürkle soll auf Gunter Dunkel folgen. Der Aufsichtsrat hatte zwar andere Pläne, doch sein Favorit verließ die Bank.

Mehrere deutsche Banken hatten über Luxemburg Geschäfte mit Briefkastenfirmen in Steuerparadiesen wie Panama angeboten. Die NordLB hatte ihr Geschäft mit Privatkunden in Luxemburg 2014 eingestellt und betreibt dort nur noch eine Pfandbriefbank.

Die NordLB Luxembourg erklärte, sie habe die Staatsanwaltschaft Köln von sich aus informiert, die Gespräche mit den Ermittlern seien „sehr weit fortgeschritten”. Sie gehe deshalb davon aus, dass das Verfahren gegen eine Geldbuße beigelegt werden könne, die „voraussichtlich deutlich unter den bislang in der Presse bekannt gewordenen Geldbußen gegen andere Kreditinstitute liegen”.

Institute wie die HypoVereinsbank (HVB), die HSH Nordbank und die Commerzbank hatten sich auf Bußen in der Größenordnung von 20 Millionen Euro geeinigt. Laut dem Geschäftsbericht hat die Luxemburg-Tochter der NordLB im vergangenen Jahr 11,8 Millionen Euro für laufende Verfahren zurückgestellt. (Reporter: Alexander Hübner. Redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern 069-7565 1312 oder 030-2888 5168)

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rtr

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