Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.04.2013

13:28 Uhr

Notenbank

Bank of Japan könnte Geldschleusen aufdrehen

Die Bank of Japan könnte die Geldschleusen weiter aufdrehen. Die Notenbank will das hoch verschuldete Land durch eine spürbare Ausweitung der Wertpapierkäufe aus der währenden Phase rückläufiger Verbraucherpreise führen.

Bank of Japan (Bild: Hauptgebäude in Tokio) könnte Geldschleusen weiter aufdrehen. Reuters

Bank of Japan (Bild: Hauptgebäude in Tokio) könnte Geldschleusen weiter aufdrehen.

Tokio/FrankfurtDie japanische Notenbank Bank of Japan wird an diesem Donnerstag (4.4.) aller Voraussicht nach die Geldschleusen weiter aufdrehen. Bereits am Mittwoch waren die Zentralbanker zusammengekommen, um die geldpolitischen Weichen neu zu stellen. Die Erwartungen an die zweitägige Sitzung könnten höher kaum sein: Alles andere als eine wesentliche Lockerung der bereits sehr expansiven Geldpolitik unter dem neuen Notenbankchef Haruhiko Kuroda wäre eine herbe Enttäuschung der Finanzmärkte.

Die Notenbank will das hoch verschuldete Land aus der seit Anfang der 1990er Jahre währenden Phase rückläufiger Verbraucherpreise führen. Deflation gilt allgemein als Wachstumsbremse, weil Verbraucher und Unternehmen in Erwartung sinkender Preise Konsum- und Investitionsentscheidungen aufschieben. Ob eine noch laxere Geldpolitik die wirtschaftlichen Probleme Japans lösen kann, gilt unter Ökonomen aber als strittig.

Im Zentrum der neuen Marschrichtung dürfte eine spürbare Ausweitung der Wertpapierkäufe insbesondere in Form von Staatsanleihen stehen. So könnten beispielsweise die Anfang 2013 beschlossenen, allerdings erst ab 2014 wirksamen Anleihekäufe über monatlich 13 Billionen Yen (108 Mrd Euro) vorgezogen werden. Die Leitzinsen, die klassische Stellschraube einer Notenbank, liegen in Japan wegen der andauernden Wirtschaftsflaute bereits seit Jahren bei null Prozent.

Führende Banken: Fusionen und Übernahmen

Platz 1

Die Deutsche Bank ist vom zweiten Platz im Vorjahreszeitraum nun auf die Spitzenposition geklettert. Das Volumen betrug im ersten Halbjahr dieses Jahres 19,78 Milliarden Dollar.

Platz 2

Morgan Stanley hat einen gewaltigen Satz nach oben gemacht. 16,79 Milliarden Dollar betrug das Volumen bei Fusionen und Übernahmen im ersten Halbjahr, statt Platz 12 macht das Platz 2.

Platz 3

Goldman Sachs bleibt mit einem Volumen von 11,41 Milliarden Dollar unverändert auf dem dritten Platz.

Platz 4

Rothschild springt von acht auf vier. Das Volumen betrug 9,72 Milliarden Dollar.

Platz 5

JP Morgan rutscht von Platz 4 auf Platz 5. Das Volumen betrug 8,89 Milliarden Dollar.

Platz 6

Perella Weinberg belegt mit einem Volumen von 8,69 Milliarden Dollar den sechsten Platz.

Platz 7

Macquarie liegt mit einem Volumen von 8,15 Milliarden Dollar auf dem siebten Rang.

Platz 8

Lazard fällt mit einem Volumen von 6,27 Milliarden Dollar von sieben auf acht.

Platz 9

Credit Suisse rauscht von der Top-Position auf den neunten Platz. Das Volumen betrug 5,65 Milliarden Dollar.

Platz 10

Die Citi gleitet von sechs auf zehn mit einem Volumen von 5,28 Milliarden Dollar.

Als sicher gilt, dass in Anlehnung an das Vorgehen der US-Notenbank Fed kein konkretes Datum für ein Ende der Anleihenkäufe genannt wird. Volkswirte halten es für naheliegend, dass die Bank of Japan am Rentenmarkt zukaufen wird, bis sie ihr Inflationsziel von zwei Prozent erreicht hat. Wie Notenbank-Chef Kuroda mehrfach geäußert hatte, soll dies innerhalb der nächsten zwei Jahre erreicht werden.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×