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12.11.2015

15:08 Uhr

Nukleare Bedrohung

Banken schießen Atomwaffenindustrie ab

Investitionen in nukleare Waffen sind ein Milliardengeschäft. Doch eine aktuelle Studie zeigt: Immer mehr Finanzdienstleister ziehen ihre Beteiligung aus dem Atomgeschäft ab.

Immer mehr Banken und Versicherer entziehen der Atomwaffenindustrie ihr Vertrauen. Mit jeweils knapp 2000 einsatzbereiten Nuklearwaffen gelten Russland und die USA als die größten Atommächte. dpa

Milliardengeschäft Nuklearwaffen

Immer mehr Banken und Versicherer entziehen der Atomwaffenindustrie ihr Vertrauen. Mit jeweils knapp 2000 einsatzbereiten Nuklearwaffen gelten Russland und die USA als die größten Atommächte.

GenfEine steigende Zahl von Finanzdienstleistern will nicht mehr in die Atomwaffenindustrie investieren. Nach einer aktuellen Studie der niederländischen Friedensorganisation Pax und der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) haben 53 Institutionen wie Banken oder Versicherungen Beteiligungen an derartigen Firmen verboten oder eingeschränkt. Das waren 18 Unternehmen mehr als noch im Report vom vergangenen Jahr.

Dennoch bleiben Investitionen in nukleare Waffen ein Milliardengeschäft. Der am Donnerstag veröffentlichten Studie zufolge investierten zwischen Januar 2012 und August 2015 weltweit 382 Finanzdienstleister geschätzte 493 Milliarden Dollar (460 Milliarden Euro) in Firmen, die an der Produktion, Lagerung oder Wartung nuklearer Waffen und deren Zubehör beteiligt sind. Allein die zehn größten Investoren - alle mit Sitz in den USA - unterstützen Firmen demnach mit 209 Milliarden Dollar, beispielsweise in Form von Darlehen.

Von

dpa

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