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24.09.2013

15:28 Uhr

OECD

Banken der Euro-Zone müssen gestärkt werden

Die OECD drängt zum Handeln: In der Euro-Zone lauerten immer noch Risiken für die Weltwirtschaft. Die Organisation empfiehlt: Die Banken weiter kapitalisieren. Das Hauptanliegen der OECD aber ist ein anderes.

Wolken ziehen in Frankfurt am Main über das Bankenviertel: Der europäische Bankensektor sei noch nicht wieder gesund, betont der Chefvolkswirt der OECD. dapd

Wolken ziehen in Frankfurt am Main über das Bankenviertel: Der europäische Bankensektor sei noch nicht wieder gesund, betont der Chefvolkswirt der OECD.

LissabonDie Euro-Zone birgt nach Ansicht der OECD immer noch Risiken für die Weltwirtschaft. Vor allem müsse noch mehr getan werden, um den Bankensektor im Währungsraum gesünder zu machen, sagte der Chefvolkswirt der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Pier Carlo Padoan, am Dienstag in Lissabon. „Im Euro-Raum bleiben viele Banken schwach kapitalisiert.“

Für die Euro-Zone sagt Padoan trotz der jüngsten Konjunkturerholung für das Gesamtjahr 2013 noch ein Schrumpfen der Wirtschaftskraft voraus. Oberste Priorität sei der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. „Wir sollten uns nicht in die Tasche lügen und erwarten, dass die Arbeitslosigkeit stetig zurückgeht.“

Die zehn größten Banken der Welt

Platz 10

Platz zehn belegt die China Construction Bank, seit dem Jahr 2005 werden an der Hongkonger Börse Aktien der CCB im Wert von mehr als 8 Milliarden Dollar gehandelt.

Bilanzsumme: 2241 Mrd. US-Dollar

Platz 9

Darauf folgt die Bank of America, deren Ursprünge auf die im Jahr 1784 gegründete Bank of Massachusetts zurückgehen. Sie ist somit die zweitälteste Bank der USA.

Bilanzsumme: 2258,5 Mrd. US-Dollar

Platz 8

Die JP Morgan Chase & Co. ist, gemessen an der Bilanzsumme von mehr als 2,3 Billionen US-Dollar, die größte Bank der USA.

Bilanzsumme: 2359,1 Mrd. US-Dollar

Platz 7

Die britische Großbank Barclays wurde 2011 in einer an der ETH Zürich veröffentlichten Studie als einflussreichstes Unternehmen der Weltwirtschaft bezeichnet.

Bilanzsumme: 2420,6 Mrd. US-Dollar

Platz 6

Crédit Agricole mit Sitz in Paris ist auch durch seine Tätigkeit als Sponsor des Radsportteams Crédit Agricole weltweit bekannt.

Bilanzsumme: 2431,4 Mrd. US-Dollar

Platz 5

Die MUFG entstand 2005 aus dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen Mitsubishi Tokyo Financial Group (MTFG) und UFJ Holdings, Herzstück des Konzerns ist die Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ.

Bilanzsumme: 2488,8 Mrd. US-Dollar

Platz 4

BNP Paribas entstand 2000 durch die Fusion der Banque Nationale de Paris (BNP) und der Paribas. Zusammen mit der Société Générale und dem Crédit Lyonnais gehört sie zu den drei alten Geschäftsbanken Frankreichs.

Bilanzsumme: 2517,1 Mrd. US-Dollar

Platz 3

Die Deutsche Bank mit Sitz in Frankfurt am Main ist das nach Bilanzsumme und Mitarbeiterzahl größte Kreditinstitut Deutschlands und unterhält bedeutende Niederlassungen in London, New York City, Singapur und Sydney.

Bilanzsumme: 2655,7 Mrd. US-Dollar

Platz 2

Zweiter ist die Bank HSBC, die ihren Sitz in London hat und somit die größte Bank Europas ist.

Bilanzsumme: 2692,5 Mrd. US-Dollar

Platz 1

Die ICBC ist, gemessen an der Bilanzsumme, nicht nur die größte Bank der VR China, sondern auch die größte Bank der Welt.

Bilanzsumme: 2813,5 Mrd. US-Dollar

Die Zahl der Arbeitslosen in der Euro-Zone war im Juli zwar zum zweiten Mal in Folge leicht gesunken, die Arbeitslosenquote verharrte aber auf dem Rekordwert von 12,1 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (2)

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24.09.2013, 16:15 Uhr

O-Ton OECD
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Vor allem müsse noch mehr getan werden, um den Bankensektor im Währungsraum gesünder zu machen, sagte der Chefvolkswirt der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Pier Carlo Padoan, am Dienstag in Lissabon. „Im Euro-Raum bleiben viele Banken schwach kapitalisiert.“

[...]

Oberste Priorität sei der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit.
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Selten so gelacht.

Jede "Stärkung des Bankensektors" kann doch nur eine Stärkung des Eigenkapitals bedeuten. Und das steht dann natürlich nicht mehr für Investitionen in der Realwirtschaft zur Verfügung.

JEDE Stärkung des Eigenkapitals des Bankensektors IST ceteris paribus konjunkturdämpfend.

Und dann im gleichen Atemzug die Priorität auf den "Kampf gegen die Arbeitslosigkeit" zu legen kann nur eins bedeuten:

Gewünscht ist Inflation.

Auf derartige "Ratgeber" können wir ebenso dankend verzichten wie auf das nicht nachhaltige Blasenwachstum im US-Stil, das sie empfehlen.

...

Die Stabilitätspolitik der EZB legt eine sichere Grundlage für nachhaltiges Wachstum.

Und das kann nur niedrig sein, wenn das Potential einer Volkswirtschaft hinsichtlich der Arbeitslosenquote von 4% - 8% und hinsichtlich des Grades der technischen und organisatorischen Effizienz erreicht ist.

Charly

24.09.2013, 16:36 Uhr

Die OECD muss endlich plattgemacht werden.
Die OECD ist eine faschischtoide Organisation die gegen die Interessen der Bevölkerung arbeitet.
Die OECD arbeitet gegen die Marktwirtschaft, gegen Rechtstaatlichkeit und gegen Demokratie und Freiheit.
Die OECD unterstützt nur die Monopole und das Grosskapital.

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