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23.03.2004

08:02 Uhr

OECD: Diversifizierungen erfüllen Erwartungen nicht

Allfinanzfusionen kommen aus der Mode

Die hoch geschraubten Erwartungen führender Banken- und Versicherungskonzerne, durch Zusammenschluss und breite Geschäftsdiversifizierung in Krisenzeiten deutlich besser abzuschneiden, haben sich nicht erfüllt.

egl BERLIN In der jüngsten Abschwungphase, die von Wachstumsschwäche, Börsenbaisse, Unternehmenspleiten und neuen Terrorismus-Gefahren gekennzeichnet war, haben führende Finanzkonglomerate in erster Linie nur mit den Ergebnissen in ihrem Kerngeschäft glänzen können. Insgesamt haben sich die großen Finanzgruppen in den Finanzturbulenzen der letzten Jahre jedoch äußerst widerstandsfähig erwiesen.

So lautet das Fazit einer Analyse von OECD-Experten, die in der neuen Ausgabe der Financial Market Trends der Pariser Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vorgelegt wird. Untersucht wurde der turbulente Zeitraum zwischen März 2000 und März 2003 auf der Basis der Ertragsentwicklung der diversifizierten Geschäftszweige. Die Auswertung der Geschäftsergebnisse von dreißig weltweit führenden diversifizierten Finanzkonzernen ergab, dass sowohl die von Banken dominierten Finanzkonglomerate (Citigroup, Credit Suisse, Deutsche Bank) als auch die von Versicherungen dominierten Konzerne (ING, AXA Group) in ihren jeweiligen Kerngeschäften in Zeiten turbulenter Märkte besser abschneiden als in zugekauften Geschäftsbereichen. Die Ergebnisse der Diversifizierung hat in den meisten Fällen nicht die erhofften Ergebnisse gebracht.

So erzielten die bankdominierten Konglomerate im Geschäftsjahr 2002 im Schnitt nur bescheidene 3 % ihrer Erträge aus dem Versicherungssektor, die versicherungsdominierten Gruppen jedoch 10 % aus dem Bankgeschäft.

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