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24.02.2014

18:09 Uhr

Österreicher machen Lärm

Hupen gegen Hypo Alpe Adria

Das Hypo-Alpe-Debakel hat dem Steuerzahler Altlasten in Milliardenhöhe hinterlassen. Doch die Österreicher wollen nicht länger dafür zahlen. Nun machen sie ihrem Ärger Luft – mit einer ungewöhnlichen und lauten Methode.

Die Hypo hat sich mit ihrer Expansion auf dem Balkan verhoben. Ein folgenschwerer Fehler. Reuters

Die Hypo hat sich mit ihrer Expansion auf dem Balkan verhoben. Ein folgenschwerer Fehler.

WienDie Österreicher machen ihrem Ärger über Milliardenbelastungen durch die Krisenbank Hypo Alpe Adria auf ungewöhnliche Weise Luft: Eine Mitte Februar gegründete Facebook-Gruppe namens „Hupe gegen die Hypo“ ruft Autofahrer dazu auf, laut zu hupen, wenn sie an der Hypo-Zentrale in Kärnten vorbeifahren. „Wir wollen das Debakel nicht zahlen und werden uns Gehör verschaffen“, heißt es auf der Protestseite. Weil das Hupkonzert offenbar die Arbeit der 550 Mitarbeiter stört, bat Hypo-Chef Alexander Picker am Montag, den lärmenden Protest zu stoppen.

Er verstehe den Unmut über die Ereignisse, die zur Notverstaatlichung der ehemaligen BayernLB-Tochter geführt hätten und dem Steuerzahler nun Altlasten in Milliardenhöhe hinterließen, erklärte der Bankchef in einem Brief. Die Beschäftigten in der Hypo-Zentrale seien jedoch mit der Abarbeitung dieser Altlasten beschäftigt und hätten keine Schuld an dem Debakel. „Während vor ihren Büros 'Hupen gegen die Hypo' propagiert wird, wird drinnen mit großem Einsatz und Fachwissen 'Arbeiten gegen Altlasten' gelebt“, erklärte Picker in dem Reuters vorliegenden Schreiben.

Größte Banken der Welt (nach Bilanzsumme)

Platz 11

Deutsche Bank
Deutschland
1955 Milliarden Euro

Stand: Ende Juni 2015. Quelle: Bloomberg.

Platz 10

Barclays
Großbritannien
1960 Milliarden Euro

Platz 9

Bank of America
USA
1998 Milliarden Euro

Platz 8

BNP Paribas
Frankreich
2078 Milliarden Euro

Platz 7

Mitsubishi UFJ
Japan
2224 Milliarden Euro

Platz 6

JP Morgan Chase
USA
2402 Milliarden Euro

Platz 5

Bank of China
China
2408 Milliarden Euro

Platz 4

HSBC
Großbritannien
2489 Milliarden Euro

Platz 3

Agricultural Bank of China
China
2531Milliarden Euro

Platz 2

China Construction Bank
China
2627 Milliarden Euro

Platz 1

Industrial and Commercial Bank of China (ICBC)
China
3216 Milliarden Euro

Österreich hatte das Institut 2009 verstaatlicht, weil die ehemalige Mutter BayernLB kein Geld mehr in die Bank stecken wollte. Die Hypo hatte sich mit ihrer Expansion auf dem Balkan verhoben. Seither hat die Alpenrepublik bereits 4,8 Milliarden Euro an Kapital und Garantien in die Bank gepumpt. Nach Einschätzung von Picker könnten noch weitere bis zu vier Milliarden Euro folgen, bis Österreich die Bank auf Geheiß der EU-Wettbewerbshüter komplett abgewickelt hat.

Von

rtr

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