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22.11.2012

17:34 Uhr

Österreichische Bank

RBI droht mit Abschied aus Ungarn

Der Chef der österreichische Raiffeisen Bank International (RBI) hat einen Warnschuss in Richtung ungarischer Regierung abgegeben. Die Finanzbranche ist besorgt über einen möglichen Schuldenschnitt kleiner Kommunen.

RBI-Vorstandschef Herbert Stepic richtet sich mit deutlichen Worten an die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban. Reuters

RBI-Vorstandschef Herbert Stepic richtet sich mit deutlichen Worten an die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban.

Frankfurt am MainDie österreichische Raiffeisen Bank International (RBI) droht angesichts immer neuer Belastungen mit einem Rückzug aus Ungarn. Vorstandschef Herbert Stepic warnte die ungarische Regierung davor, die Banken „weiter quasi als Selbstbedienungsladen“ zu benutzen. „Die Vorkommnisse der letzten Wochen verlangen (...) von einem verantwortungsvollen Management, die Situation ständig neu zu bewerten und die Strategie zu überprüfen“, sagte der Manager der „Börsen-Zeitung“ (Donnerstagausgabe).

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Die Finanzbranche befürchtet, dass der Ministerpräsident Viktor Orban nach der Übernahme der Verbindlichkeiten von kleinen Kommunen einen Schuldenschnitt durchsetzen könnte und die Banken damit einen Großteil ihrer Kredite abschreiben müssen. Schon im vergangenen Jahr hatten die Banken in Ungarn hohe Abschreibungen verbucht, weil die Regierung Sonderregelungen für Fremdwährungskredite für verschuldete Hausbesitzer durchsetzte. Stepic betonte, dass sein Institut gern langfristig in Ungarn bleiben möchte. „Aus heutiger Sicht planen wir keinen Rückzug aus Ungarn oder einem anderen Markt in Zentral- und Osteuropa.“

RBI als Zentralinstitut der genossenschaftlichen Banken in Österreich ist wie viele Großbanken der Alpenrepublik stark in Osteuropa vertreten. Ungarn war schon 1987 die erste Auslandsinvestitionen für RBI.


Von

dpa

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

22.11.2012, 18:15 Uhr


Die KuK Bankertrolls verlieren absehbar-unzweifelhaft in naher Zukunft einige zig Bilanz-MRD.

Neben Frankreich gilt es desweitern eng Österreichs gierige Beteiligungen über mehr als dubiose Strukturen in Südeuropa zu beobachten ( WAZ-Hombach singt euch ein altes SPD Liedchen hierzu) .

Schon ein heftiges Ding. Sollten die Sprenggranaten Ungarn, Griechenland, Zypern, Slowenien etc, zeitgleich hochgehen, wird es sehr sehr eng. Zunächst für Austria.

EU-Pr Martin Schulz, such bald linksrheinische Leg.-Bunker auf, die Einschläge kommen näher.

Iknow

23.11.2012, 10:43 Uhr

Wer jemals glaubte, dass es in Osteuropa demokratisch i.w.S. zugeht und im Gutmenschen-Getue dort investiert hat und sich jetzt wundert, dass das Geld nicht zurückkommt, ist einfach nur dumm und offenbart nicht nur wirtschaftliche Defizite sondern v.a. mangelndes Kulturwissen.

Account gelöscht!

23.11.2012, 14:33 Uhr

Die ungarische Regierung hat Recht. Die Banken (u.a. aus Österreich) haben ungeheuer viel Geld zwischen 1987 und 2010 in Ungarn verdient. Was das Handelsblatt nicht schreibt, aber einige ungarische Zeitungen schon, bei den Kriesensteuer geht es lediglich um zirka 1% der Kapital der Banken in Ungarn.

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