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23.07.2013

09:53 Uhr

Österreichs Problembank

Hypo Alpe Adria braucht noch mehr Staatsgeld

Die österreichische Bank Hypo Alpe Adria (HGAA) verbrennt schon im ersten Halbjahr das eingeplante Hilfsgeld vom Staat. Die Belastung für Steuerzahler soll aber begrenzt werden, verspricht der Aufsichtsratschef.

Eine Bankenfiliale der Hypo Group Alpe Adria (HGAA): Die Bank braucht mehr Geld vom Staat. dapd

Eine Bankenfiliale der Hypo Group Alpe Adria (HGAA): Die Bank braucht mehr Geld vom Staat.

WienDie notverstaatlichte österreichische Bank Hypo Alpe Adria (HGAA) wird wahrscheinlich noch länger am Tropf der Steuerzahler hängen. Wie viel Staatsgeld die angeschlagene Kärntner Bank noch benötigen werde, sei noch nicht absehbar, sagte HGAA-Aufsichtsratschef Klaus Liebscher am Dienstag in einem Radiointerview mit dem Österreichischen Rundfunk (ORF).

Auf Spekulationen wolle er sich nicht einlassen, er werde sich aber bemühen, einen möglichen zusätzlichen Bedarf so gering wie möglich zu halten, sagte Liebscher. Die bisher für 2013 im Budget vorgesehenen 700 Millionen Euro benötigt die ehemalige Tochter der BayernLB für die Halbjahresbilanz, die erwartungsgemäß tiefrot ausfallen dürfte.

„Der Verlust ist zumindest in einer Größenordnung, der über das halbe Grundkapital hinaus geht, und dieses ist bei 970 Millionen Euro“, sagte Liebscher. Die Halbjahresergebnisse will die Bank Mitte August veröffentlichen. Der genaue Zeitpunkt wird noch bekannt gegeben. Insgesamt hat die HGAA bereits fast drei Milliarden Euro an Staatshilfe erhalten.

Zur Frage einer Bad Bank gebe es noch keine finale Entscheidung. „Ich gehe davon aus, dass wir verschiedene Optionen erarbeiten können, die bis Ende August oder Anfang September vorliegen sollten“, sagte Liescher. Danach werde man beurteilen, welche Lösung für die Republik Österreich und die Bank am attraktivsten sei, sagte der Aufsichtsratschef.

Von

rtr

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