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14.06.2012

11:24 Uhr

Online-Banking

Bankkunden überweisen lieber im Netz

VonPeter Köhler

Die Deutschen erledigen ihre Bankgeschäfte immer häufiger online. Nur noch ein Fünftel geht in die Filiale. Für die Zweigstellen ist diese Entwicklung fatal: Für 2020 rechnen Experten mit 15 Prozent weniger Filialen.

Nur noch 21 Prozent der Bankkunden gehen ausschließlich in die Filiale ihres Kreditinstituts. dpa

Nur noch 21 Prozent der Bankkunden gehen ausschließlich in die Filiale ihres Kreditinstituts.

FrankfurtDie deutschen Bankkunden lassen sich immer seltener in den Filialen sehen. Der Anteil der reinen Filialkunden sank von 26 Prozent auf nur noch 21 Prozent; dagegen nahm im gleichen Zeitraum von 2010 bis 2012 der Anteil der Onlinekunden sowie der sogenannten Multikanalkunden - die Internet, Telefon und Filiale nutzen - jeweils leicht zu. Das geht aus einer Studie der Beratungsgesellschaft Investors Marketing hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Die Konsequenzen dieses Trends liegen demnach auf der Hand. „Die Zahl der Filialen wird bis zum Jahr 2020 nochmals um 15 Prozent sinken. Außerdem werden die Zweigstellen nicht mehr so viel Platz benötigen.“

Neben dem Personalaufwand und der Informationstechnik (IT) seien die Filialen die größten Kostentreiber in der Branche, deshalb werde man hier den Rotstift ansetzen, sagt Oliver Mihm, Vorstandschef von Investors Marketing.

Allerdings weist er auch auf die paradoxe Situation hin, dass das Internet im Bankgeschäft zwar auf dem Vormarsch ist, der Kunde beim konkreten Abschluss dann aber wieder eine Filiale aufsucht. „Mehr als 60 Prozent der Kunden informieren sich heute im Internet über die Finanzprodukte in Eigenregie. Gleichzeitig tätigen aber 80 Prozent der Kunden ihre Abschlüsse weiterhin in der Filiale“, wie aus der repräsentativen Umfrage vom April dieses Jahres weiter hervorgeht. Hier sollten die Banken und Sparkassen jetzt mit ihren Strategien ansetzen. „Auf diese Situation müssen die Banken und Sparkassen mit flexiblen und maßgeschneiderten Beratungs- und Leistungsangeboten reagieren. Dann lohnt es sich auch, weiterhin Filialen zu unterhalten“, sagt Mihm.

Kommentare (1)

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al123

15.06.2012, 12:26 Uhr

Hallo,
danke für den informativen Artikel. Um welche Studie handelt es sich konkret?

Danke & Grüße,
A.Auerswald

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