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05.07.2017

14:10 Uhr

Onlinebezahldienst

Nächster Rückschlag für Paydirekt

VonElisabeth Atzler

Der Onlinebezahldienst der deutschen Banken, Paydirekt, kommt schwer in die Gänge. Jetzt schaltet mit Reuter auch noch ein größerer Onlineshop Paydirekt vorerst wieder ab. Die Kunden nutzten die Bezahlart einfach nicht.

Der Onlinebezahldienst der deutschen Banken ringt noch immer mit Anlaufschwierigkeiten. Einer der größeren Onlinehändler, der angebunden war, nimmt Paydirekt vorerst wieder aus dem Angebot. dpa

Paydirekt

Der Onlinebezahldienst der deutschen Banken ringt noch immer mit Anlaufschwierigkeiten. Einer der größeren Onlinehändler, der angebunden war, nimmt Paydirekt vorerst wieder aus dem Angebot.

Frankfurt Mit großen Erwartungen ist Paydirekt Ende 2015 gestartet. Doch der Onlinebezahldienst der deutschen Banken tut sich schwer, was Anbindung wichtiger Onlineshops, Anmeldung von Verbrauchern und Transaktionen angeht. Jetzt folgt ein weiterer Rückschlag: Mit dem Online-Möbelhändler Reuter schaltet ein größerer Shop nun Paydirekt vorerst wieder ab.

„Für uns steht im Vordergrund, welche Zahlungsarten Kunden wünschen und am stärksten nachfragen. Bei Paydirekt ist es so gewesen, dass diese Zahlart einfach zu wenig in Anspruch genommen wurde“, teilt das Unternehmen auf Anfrage mit. Das Unangenehme für Paydirekt: Das Unternehmen zählt Reuter eigentlich zu seinen „Topshops“ – auf der Internetseite prominent auch am Mittwochvormittag noch.

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Dabei weiß auch Paydirekt, dass Reuter nicht mehr dabei ist. Der Händler habe sich dazu entschieden, ausschließlich die am häufigsten genutzten Zahlverfahren anzubieten und sein Angebot an Zahlarten neu ausgerichtet, so eine Paydirekt-Sprecherin. Die Hoffnung: „Reuter.de wird Paydirekt zu gegebener Zeit wieder live schalten.“ Bei Reuter klingt das etwas zurückhaltender: „Falls sich eine gesteigerte Nachfrage nach Paydirekt ergeben sollte, würden wir diese Zahlungsart wieder in Betracht ziehen“, so das Unternehmen.

Mit Paydirekt wollen die deutschen Geldhäuser dem US-Konkurrenten Paypal Paroli bieten und sich im wachsenden E-Commerce-Markt behaupten. Bisher sind fast 1100 Händler bei Paydirekt angebunden. Darunter ist allerdings kaum einer der 100 größten Onlinehändler in Deutschland, über die die meisten Umsätze im E-Commerce laufen. Nur 45 Online-Shops, bei denen man über Paydirekt kaufen kann, gehörten laut dem Kölner Handelsforschungsinstituts EHI jüngst zu den 1000 umsatzstärksten der E-Commerce-Branche.

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