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19.02.2015

17:03 Uhr

Oppenheim-Esch-Fonds

Deutsche Bank lässt sich in zweiter Instanz auf Vergleich ein

Einem Medienbericht zufolge hat sich die Deutsche Bank erstmals mit einem Kläger im Fall der Oppenheim-Esch-Fonds auf einen Vergleich geeinigt. Es geht um Millionen und darum, ein höchstrichterliches Urteil zu vermeiden.

Der Oppenheim-Esch-Fonds der Deutsche-Bank-Tochter wird für die Mutter zur Last. picture alliance

Teure Altlast

Der Oppenheim-Esch-Fonds der Deutsche-Bank-Tochter wird für die Mutter zur Last.

DüsseldorfDie Deutsche Bank räumt mit den Altlasten aus der Übernahme der traditionsreichen Kölner Privatbank Sal. Oppenheim auf – zwangsläufig. Zahlreiche Klagen wegen Falschberatung gingen nach Verlusten der geschlossenen Immobilienfonds ein, die die Privatbank gemeinsam mit dem Bauunternehmer Josef Esch aufgelegt hatte. Nach einer juristischen Siegesserie dreht der Wind nun gegen die Deutsche Bank.

Wie das „Manager Magazin“ berichtet, haben sich das Institut und der ehemalige Deutsche-Bank-Manager Thomas Pachmann auf eine Vergleichszahlung geeinigt. Pachmann hatte bereits in erster Instanz vor Gericht Recht bekommen. Ein Urteil, das die Bank eine Summe von rund sechs Millionen Euro gekostet hätte. Dagegen hatte Sal. Oppenheim Berufung eingelegt, die Verhandlung vor dem Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt fällt nun jedoch aus. Weder Pachmanns Anwalt noch die Deutsche Bank wollte die Vorgänge laut „Manager Magazin“ kommentieren. Entsprechend ist auch nichts über die Vergleichshöhe bekannt.

Der Deutschen Bank dürfte es vor allem darum gegangen sein, einen höchstrichterlichen Entscheid zu vermeiden. Hätte das OLG zugunsten des Klägers entschieden, hätte dies laut Magazinbericht Signalwirkung für eine Klage gehabt, die derzeit beim Bundesgerichtshof auf Zulassung wartet. Dort möchte Milliardär Wilhelm von Finck junior ebenfalls eine Entschädigung erstreiten.

Die Deutsche Bank hatte gegen mehrere namhafte Kläger gewonnen, aber ehemalige Investoren wie die Händlerfamilie Kreke, Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff, der Industrielle Hubertus Benteler, Maxdata-Gründer Holger Lampatz sowie eine Stiftung der Kölner Verlegerfamilie Neven DuMont fordern mitunter dreistellige Millionenbeträge, teils in zweiter Instanz. Über vier Fälle berät ebenfalls das OLG Frankfurt.

Von

alm

Kommentare (1)

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Herr Peter Spiegel

19.02.2015, 18:38 Uhr

Griechenland ist überall, nicht mehr lange und Deutschland ist dran.

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