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09.03.2006

11:33 Uhr

Ordentliche Bilanz in Hessen und Thüringen

Standard & Poor's benotet Sparkassen gut

Die Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) hat erstmals alle 51 Sparkassen in Hessen und Thüringen bewertet. Die Note fiel ordentlich aus, nicht zuletzt ob der guten Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Jahr. Doch es gibt Schwachstellen.

HB FRANKFURT. Die langfristige Kreditwürdigkeit der Institute werde mit der Note „A“ eingestuft, teilte S&P am Donnerstag mit. Die Note steht bei S&P für eine gute Bonität. Der Ausblick für das Rating sei „stabil“, hieß es weiter. Die kurzfristige Bonität werde mit „A-1“ eingeschätzt.

S&P bewertet die 51 Sparkassen als wirtschaftliche Einheit. Eine noch engere Zusammenarbeit dürfte die Finanzkraft weiter steigern, erklärte S&P-Analyst Bernd Ackermann. Zudem zeichneten sich höhere Erträge ab, die Risikovorsorge für faule Kredite hätten die Sparkassen bereits reduziert. Allerdings sei die Kostenbasis weiterhin sehr hoch. Zudem seien die Banken im Kreditgeschäft sehr abhängig vom schwachen Inlandsmarkt.

Die Sparkassen in Hessen und Thüringen haben ihren Gewinn im vergangenen Jahr um ein Drittel gesteigert und von einer niedrigeren Risikovorsorge für faule Kredite profitiert. Der Überschuss von 162 auf 214 Mill. Euro geklettert, teilte der Sparkassenverband der beiden Länder am Donnerstag in Frankfurt mit. Operativ legte das Ergebnis um 15,4 Prozent auf 785,7 Mill. Euro zu. Die Eigenkapitalrendite – zentrale Kennziffer für die Rentabilität von Banken – erhöhte sich vor Steuern um einen Prozentpunkt auf 14,3 Prozent.

Damit haben die 51 Sparkassen in Hessen und in Thüringen in etwa so gut abgeschnitten wie die Commerzbank, aber deutlich schlechter als die Deutsche Bank. Langfristig streben die öffentlich-rechtlichen Sparkassen eine Rendite von 15 Prozent vor Steuern an und damit wesentlich weniger als viele der privaten Konkurrenten.

Zum laufenden Jahr äußerte sich der Präsident des Sparkassenverbandes Hessen-Thüringen, Gregor Böhmer, zurückhaltend. Die Zuwächse der Vorjahre seien nicht wiederholbar, sagte er. Das operative Ergebnis solle aber stabil bleiben und der Risikovorsorgebedarf nicht steigen.

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