Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.01.2005

18:07 Uhr

Orderbücher sollen für Branchen oder Länder vergeben werden

Börse lässt Makler in Wettbewerb treten

Die 20 Skontroführer an der Frankfurter Börse sollen sich nach Vorstellungen der Deutschen Börse AG von Juli an in einem Qualitätswettbewerb messen. Alle 18 Monate will die Börse bis zu drei neue Kursmakler bestimmen, bestehende Skontroführer können dann ihre Zulassung verlieren.

HB FRANKFURT. Mit dem Schritt, dem der Börsenrat in zwei Wochen zustimmen muss, zielt die Börse vor allem auf mehr Qualität im Handel für Privatanleger. Nach dem 4. Finanzmarktförderungsgesetz fällt vom 1. Juli an der Bestandsschutz für Skontroführer - die früheren Kursmakler - auf dem Parkett weg.

Die Orderbücher (Skontren) sollen künftig nicht für einzelne Aktien, sondern für Branchen oder Länder vergeben werden. Alle eineinhalb Jahre werden die Skontren nach den Plänen künftig neu verteilt, für neue Anbieter will die Frankfurter Wertpapierbörse dann einen Anteil von je drei Prozent am Orderbuchumsatz reservieren. Die neuen Regeln seien zusammen mit den Marktteilnehmern erarbeitet worden.

Die Regelung bedeute nicht zwingend, dass für jeden neuen Skontroführer einem bestehenden die Zulassung entzogen werde, sagte eine Sprecherin der Börse. Auch eine Neuverteilung der Skontren je nach Leistung sei möglich. Die Makler verwalten mindestens drei und höchstens 40 Prozent der Orderbücher.

Für die Vergabe der Betreuermandate sollen künftig auch Erfolgskriterien wie Marktanteilsgewinne oder -verluste der einzelnen Kursmakler maßgeblich sein. Sie stellen für 6 000 Aktien An- und Verkaufskurse.

Die größten Skontroführer sind derzeit die Baader Wertpapierhandelsbank und die ICF Kursmakler AG. Schon vom 1. Februar an will der Betreiber der Frankfurter Börse die Leistung der Skontroführer anhand von sieben Kriterien bewerten. Vier davon sollen die Qualität der Kursstellung beurteilen, mit dreien will sie die Qualität der Orderausführung messen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×