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06.02.2004

13:20 Uhr

Osteuropa-Geschäft

Dresdner Bank prüft Verkäufe

Für die Osteuropa-Aktivitäten der zum Allfinanzkonzern Allianz gehörenden Dresdner Bank werden Kooperations- oder Verkaufsoptionen gesucht. Die italienische Banca Intesa bestätigte nun ihr Interesse an dem Osteuropa-Geschäft.

HB FRANKFURT. „Das Osteuropa-Geschäft steht noch immer auf dem Prüfstand. Wir wollen uns dort aber nicht komplett zurückziehen, wie in einem Zeitungsbericht angedeutet worden war“, sagte ein Bank-Sprecher am Freitag. Zuvor hatte die „Financial Times Deutschland“ unter Berufung auf Finanzkreise berichtet, die Dredner Bank stehe kurz vor dem Verkauf des Osteuropa-Geschäfts und habe mehrere Angebote, die sich auf 80 bis 100 Mill. € belaufen würden.

Unterdessen bestätigte die italienische Banca Intesa ihr Interesse an den Bank-Aktivitäten der Allianz in Osteuropa. Ein konkretes Angebot sei aber nicht gemacht worden, sagte ein Bank-Sprecher. Darüber hinaus bestätigte ein Sprecher der österreichischen Bank für Arbeit und Wirtschaft (Bawag) das Interesse seines Instituts, das sich allerdings nur auf die Aktivitäten der Dresdner in Tschechien beziehe.

Die Dresdner Bank ist derzeit in Tschechien, Polen, Ungarn und Kroatien aktiv. Dort betreibt sie nach früheren Angaben mit kleinen, aber profitablen Tochterfirmen Privat- und Firmenkundengeschäfte. Insgesamt wies das Bankgeschäft der Allianz, das fast nur die Dresdner Bank beinhaltet, in den ersten neun Monaten 2003 aber einen Nettoverlust von 454 Mill. € aus.

Unterdessen bestätigte die Dresdner-Konzernmutter Allianz den Weggang des Chefs ihrer Industrieversicherungssparte AGR (Allianz Global Risks). Der 59-jährige Amerikaner Steve Schleisman scheide zum Monatsende aus, sagte ein Konzernsprecher und bestätigte damit einen Bericht des „Handelsblatt“. Bereits von Anfang an sei klar gewesen, dass Schleisman - der als Sanierer für die Sparte berufen worden war - seine Aufgabe nur zeitlich begrenzt übernehmen werde. Ein Nachfolger sei bereits auserkoren, werde aber erst in den nächsten Monaten benannt. Schleismans Aufgabe werde bis dahin vorübergehend Allianz-Vorstand Detlev Bremkamp übernehmen.

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