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17.08.2012

12:18 Uhr

Papiere werden reduziert

Auch LBB beendet Agrarrohstoff-Spekulation

Investments mit Agrarrohstoffen sind umstritten. Nach der DekaBank hat daher nun auch die Landesbank Berlin angekündigt, aus der Spekulation aussteigen zu wollen. Die Papiere sollen zügig reduziert werden.

Eingang der LandesBank Berlin LBB. ap

Eingang der LandesBank Berlin LBB.

MünchenNach anderen Banken steigt auch die Landesbank Berlin (LBB) aus der Spekulation auf Nahrungsrohstoffe aus. "Nach einem Beschluss der Geschäftsführung werden diese Papiere bis Ende September sukzessive reduziert", sagte ein Unternehmenssprecher der "Süddeutschen Zeitung" vom Freitag. Das Tochterinstitut LBB Invest hat demnach einen einstelligen Millionenbetrag in Agrarrohstoff-Anlagen investiert. Mit solchen Fonds können Anleger auf die Preisentwicklung bei Agrarrohstoffen wetten.

Im Frühjahr hatte die DekaBank als Fondstochter der Sparkassen angekündigt, entsprechende Geldanlagen nicht mehr anbieten zu wollen. Die LBB ist an der DekaBank beteiligt: Nach deren Angaben besitzen der Sparkassenverband Berlin und die LBB zusammen einen Anteil von 1,90 Prozent. Auch die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) will voraussichtlich bis Ende des Jahres aus dem Geschäft aussteigen. Laut der Verbraucherorganisation Foodwatch verabschiedet sich auch die Commerzbank aus der Spekulation auf Lebensmittel-Rohstoffe - die Bank selber hat dies aber bislang nicht bestätigt.

Umweltschützer und Entwicklungshilfe-Organisationen kritisieren Finanzanbieter schon seit längerem wegen Investmentprodukten im Zusammenhang mit Agrarrohstoffen. Sie machen diese Finanzprodukte für starke Preisschwankungen und Preisanstiege bei den Rohstoffen verantwortlich. Dadurch seien Lebensmittel in vielen Ländern in den vergangenen Jahren zeitweise teils deutlich teurer geworden.

Von

afp

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

17.08.2012, 16:09 Uhr

Protest gegen Nahrungsmittel-Spekulationen
Spekulanten profitieren vom Handel mit Nahrungsmitteln, während die Zahl der Hungernden weltweit steigt!Die Initiative handle-fair.de protestiert dagegen!

Mazi

20.08.2012, 20:23 Uhr

Die LBB sollte noch einmal in Ruhe über die Aufgabe der Bank, den Banken nachdenken und einmal über die Gemeinsamkeiten von Outright- und Termingeschäften in Devisen, Geld und Rohstoffen nachdenken.

Ein Rückzug von Swapgeschäften im Rohstoffbereich führt nur dazu, dass der Anteil der nicht beaufsichtigten Geschäfte ansteigt. Wer dies anders sieht, versteht das Geschäft nicht.

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