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16.02.2011

19:23 Uhr

Parlament stimmt zu

Isländische Internetbank Icesave muss zahlen

Die isländische Internetbank Icesave muss aus der Pleite Ende 3,8 Milliarden Euro an Großbritannien und die Niederlande zahlen. Die Länder hatten 300.000 Kunden entschädigt.

Demonstranten gegen die isländische Icesave-Bank im März 2010. Quelle: dpa

Demonstranten gegen die isländische Icesave-Bank im März 2010.

ReykjavikIslands Parlament hat am Mittwoch endgültig grünes Licht für die Schuldenrückzahlung aus dem Zusammenbruch der Internetbank Icesave gegeben. Die kleine Inselrepublik im Nordatlantik muss aus der Pleite Ende 2008 einen Betrag von 3,8 Milliarden Euro an Großbritannien und die Niederlande zahlen. Ein erstes Entschuldungsabkommen war im vergangenen Jahr per Volksabstimmung verworfen worden und musste zwischen den drei Regierungen neu verhandelt werden.


Im Althing in Reykjavik stimmten 44 Abgeordnete für und 16 gegen das neue Abkommen mit niedrigen Zinsbelastungen für die isländische Staatskasse und flexibleren Fristen. Ein Antrag auf ein erneutes Referendum wurde mit 33 gegen 30 Stimmen zurückgewiesen. Die isländische Regierung rechnet damit, dass etwa 85 Prozent der Schuldenrückzahlung aus privaten Mitteln der früheren Icesave-Mutterbank Landsbanki finanziert werden können.

Die Regierungen in London und Den Haag hatten 300.000 Kunden in ihren jeweiligen Ländern deren Einlagen auf Hochzinskonten bei Icesave erstattet und verlangen dieses Geld von Island zurück. Die Einigung mit Reykjavik über die Rückzahlung gilt als unerlässliche Voraussetzung für den Erfolg von Islands Beitrittsgesuch an die EU. Das Land hat 320.000 Einwohner.

Von

dpa

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