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08.08.2013

16:13 Uhr

Partizipationskapital

Erste Group zahlt Staatshilfen zurück

Die während der Finanzkrise gebeutelte österreichische Großbank zahlt die erhaltenen Staatsgelder komplett zurück. Der Bankchef spricht von einem wirklich guten Geschäft.

Erste Group Chef Andreas Treichl ist zufrieden mit dem Geschäft. Reuters

Erste Group Chef Andreas Treichl ist zufrieden mit dem Geschäft.

WienDie österreichische Großbank Erste Group hat die in der Krise erhaltenen Staatshilfen komplett zurückgezahlt. Am Donnerstag überwies das Institut 1,76 Milliarden Euro an den Staat und private Investoren, wie die Bank mitteilte. Sie ist damit das erste österreichische Finanzinstitut, das das sogenannte Partizipationskapital komplett zurückzahlt. Auch die Raiffeisen-Gruppe und die ehemalige Gewerkschaftsbank Bawag hatten Finanzspritzen erhalten - neben angeschlagenen Instituten wie Hypo Alpe Adria, ÖVAG und Kommunalkredit.

Das Sparkassen-Spitzeninstitut hatte das Geld 2009 aufgenommen und seither dafür knapp 450 Millionen Euro an Dividenden an den Staat bezahlt. Weitere knapp 200 Millionen Euro an Dividenden flossen privaten Investoren zu, die 540 Millionen Euro zu dem Hilfspaket beigesteuert hatten. „Mit der Dividende von acht Prozent war das Partizipationskapital der Erste Group für alle Investoren und Steuerzahler ein wirklich gutes Geschäft”, sagte Bankchef Andreas Treichl. Die Regierung habe vor fünf Jahren rasch gehandelt, sein Dank gelte dem Steuerzahler, schreibt Erste-Chef Andreas Treichl in einer Mitteilung: „Wir bedanken uns, dass wir das Geld bekommen haben und geben es mit Dank an die Republik zurück.“

Die Erste versuchte aus der bereits vor Wochen angekündigten Rückzahlung auch in der Öffentlichkeit Profit zu schlagen und schaltete großseitige Werbungen in den wichtigsten österreichischen Tageszeitungen.

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