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03.11.2015

18:28 Uhr

Paypal-Konkurrent

Paydirekt ist jetzt gestartet

Die Privatbanken, Sparkassen und Volksbanken schicken ihren Paypal-Konkurrenten an den Start: Als erste Bank hat nun die Münchner Hypo-Vereinsbank den neuen Online-Bezahldienst Paydirekt für ihre Kunden freigeschaltet.

Im Gegensatz zu Paypal wird der Zahlungsablauf bei Paydirekt ohne Zwischenstation direkt zwischen der Bank und dem Händler abgewickelt. dpa

Paypal soll Konkurrenz bekommen

Im Gegensatz zu Paypal wird der Zahlungsablauf bei Paydirekt ohne Zwischenstation direkt zwischen der Bank und dem Händler abgewickelt.

MünchenErste Bankkunden können das neue Online-Bezahlverfahren Paydirekt nutzen. Die Münchner Hypo-Vereinsbank hat den Dienst nach eigenen Angaben am Dienstag für ihre Kunden freigeschaltet. Zum Start sind laut Paydirekt zunächst drei Händler mit dabei: der Online-Möbelladen D-Living, der Süßwarenkonzern Haribo sowie der Hersteller für Heimfitnessgeräte, Sport-Tiedje.

Paydirekt ist ein Versuch der privaten Banken, der genossenschaftlichen Institute und der Sparkassen, dem Bezahldienst Paypal Paroli zu bieten. Der US-Dienst hat in Deutschland rund 16 Millionen Kunden und ist ein sehr beliebter Zahlungsweg im Internet.

Im Gegensatz zu Paypal wird der Zahlungsablauf bei Paydirekt ohne Zwischenstation direkt zwischen der Bank und dem Händler abgewickelt. Das Kreditinstitut prüft, ob der Kunde zahlungsfähig ist, und schickt dem Händler eine Bestätigung. Händler können sich dadurch mehr Sicherheit versprechen. Paydirekt ist als offenes System angelegt, dem die Banken beitreten können. Händler schließen dann künftig ihre Verträge nicht mit Paydirekt, sondern mit den einzelnen Kreditinstituten.

Paydirekt - was ist das?

Wer steht hinter Paydirket?

Paydirekt ist eine branchenweite Kooperation der deutschen privaten und genossenschaftlichen Banken sowie der Sparkassen.

Was unterscheidet Paydirekt von anderen Bezahldiensten?

Im Unterschied zu anderen Bezahldiensten ist Paydirekt kein Drittanbieter. Die Zahlung wird direkt über das eigene Konto abgewickelt. Außerdem wirbt Paydirekt damit, dass die Informationen über die Kundeneinkäufe nicht weiterverkauft würden. Das soll besseren Datenschutz gewährleisten.

Wie läuft die Registrierung?

Um sich für Paydirekt registrieren zu können, benötigen die Kunden ein Girokonto bei einer teilnehmenden Bank oder Sparkasse, einen Onlinebanking-Zugang sowie eine E-Mail-Adresse.

Können auch Käufer außerhalb Deutschlands Paydirekt nutzen?

Käufer, die keinen Wohnsitz in Deutschland haben, können Paydirekt nutzen, sofern sie ein Girokonto mit Onlinebanking-Zugang bei einer der teilnehmenden Banken oder Sparkasse haben sowie über eine E-Mail-Adresse verfügen.

Ab wann kann man Paydirekt nutzen?

Paydirekt ging Ende 2015 in den Markt.

Welche Gebühren entstehen Händlern durch Paydirekt?

Händler sollen ihre Gebühren direkt mit den teilnehmenden Banken und Sparkassen verhandeln.

Welche Bezahlarten können über Paydirekt abgewickelt werden?

Mit Paydirekt können Händler ihren Kunden den Einkauf mit Direktbuchung, Vorbestellung oder Teilzahlung anbieten.

Da viele Verbraucher in Deutschland Konten bei verschiedenen Banken haben, aber vermutlich nur eines für die Bezahlmethode freischalten lassen würden, könnte es zu einem Konkurrenzkampf unter den Geldhäusern kommen. Die Banken starten den Dienst nach Angaben von Paydirekt nach und nach bis zum Jahresende. Derzeit laufen Gespräche mit potentiellen Handelspartnern.

Von

afp

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