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04.01.2017

09:56 Uhr

Personalwechsel

Deutsche Bank tauscht Geldwäsche-Chef aus

VonYasmin Osman

Bei der Deutschen Bank stehen wieder Personalveränderungen ins Haus. Der Verantwortliche für den Kampf gegen Geldwäsche und Finanzkriminalität, Peter Hazlewood, gibt in Kürze seinen Posten ab.

Peter Hazlewood hatte in dem Bereich  der Geldwäsche-Bekämpfung zuvor unter anderem für HSBC, JP Morgan und Standard Chartered gearbeitet. Nun gibt er den Posten bei der Deutschen Bank auf. dpa

Deutsche Bank sucht neue Geldwäsche-Bekämpfer

Peter Hazlewood hatte in dem Bereich der Geldwäsche-Bekämpfung zuvor unter anderem für HSBC, JP Morgan und Standard Chartered gearbeitet. Nun gibt er den Posten bei der Deutschen Bank auf.

FrankfurtDie Deutsche Bank tauscht nach gerade einmal sechs Monaten ihren Verantwortlichen für den Kampf gegen Geldwäsche und Finanzkriminalität aus. Der erst im Juli angetretene Brite Peter Hazlewood werde seinen Posten in Kürze wieder abgeben, erfuhr das Handelsblatt aus Finanzkreisen. Hazlewood werde aber wahrscheinlich in der Bank bleiben und eine andere Funktion übernehmen. Wer ihm auf die für die Bank so wichtige Position folgt, soll Finanzkreisen zufolge schon in kurzer Zeit bekannt gegeben werden. Die Deutsche Bank wollte sich zu der Personalie nicht äußern.

Hazlewood gilt als ausgezeichneter Fachmann auf seinem Gebiet. Allerdings scheint es Unzufriedenheit mit seinen Managementfähigkeiten gegeben zu haben. Das „Manager Magazin“, das über die Personalie zuerst berichtet hatte, schreibt wiederum, konzernintern sein von „atmosphärischen Störungen“ zwischen dem für die Einhaltung der Grundsätze guter Unternehmensführung (Compliance) zuständigen Vorstandsmitglied Sylvie Matherat und dem ihr direkt unterstellten Hazlewood die Rede. Hazlewood habe auf ein forscheres Auftreten der Einheit gedrängt.

Die Veränderungen in der Geldwäsche-Abteilung finden zu einem für die Bank ungünstigen Zeitpunkt statt: Der Verdacht milliardenschwerer Geldwäsche in Russland gilt als die größte Altlast, die die Bank bisher noch nicht bewältigt hat. Britische und amerikanische Behörden ermitteln in dieser Angelegenheit, der Bank droht eine empfindliche Strafe. Nach allem, was über den Geldwäsche-Skandal aus Russland bisher bekannt ist, waren es vor allem die laxen Kontrollen der Bank, die diese Vorfälle begünstigt haben. Hazlewood hatte in dem Bereich zuvor unter anderem für HSBC, JP Morgan und Standard Chartered gearbeitet. Sein Vorgänger bei der Deutschen Bank, Ulrich Göres, hatte die größte deutsche Bank vor einem Jahr verlassen.

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