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23.08.2016

14:59 Uhr

"Phishing-Attacke"

Schweiz erhebt Anklage gegen Kreditkartenbetrüger

In der Schweiz kommen drei Betrüger vor Gericht, weil sie sich mithilfe von sogenannten "Phishing-Attacken" hunderttausende Kreditkartendaten verschafft haben sollen. Mehrere Millionen Franken sollen sie erbeutet haben.

Die Angeklagten sollen zahlreiche Konten ausgespäht und ausgeplündert haben. dpa

Phishing

Die Angeklagten sollen zahlreiche Konten ausgespäht und ausgeplündert haben.

Bern Vor dem obersten Strafgericht der Schweiz müssen sich drei mutmaßliche Betrüger verantworten, die sich im Internet mindestens 133.600 Kreditkartendaten verschafft haben sollen. Die Schadenssumme belaufe sich auf mehrere Millionen Franken, teilte die Bundesanwaltschaft in Bern am Dienstag.

Die Angeklagten aus Nordafrika seien zwischen 2009 und 2014 beziehungsweise 2015 weltweit tätig gewesen, ehe sie in Bangkok verhaftet und an die Schweiz ausgeliefert wurden. Die Daten hätten sie sich mithilfe von sogenannten Phishing-Attacken mit gefälschten Emails, Webseiten und Kurznachrichten besorgt. Es ist das erste Mal, das in der Schweiz ein weltweites Strafverfahren wegen Phishing geführt wird.

Obwohl die Beschuldigten nicht von der Schweiz aus operierten sehen sich die Strafverfolger in Bern als zuständig an, da auch Schweizer Banken und Kreditkarteninhaber geschädigt wurden, wie ein Behördensprecher sagte.

Die Beschuldigten seien geständig, sie befänden sich in Untersuchungshaft. Ein Datum für den Prozessbeginn steht noch nicht fest.

Von

dpa

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