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11.01.2006

08:57 Uhr

Platzhirsche werden kämpfen

Halifax Bank of Scotland expandiert in Irland

Die schottische Großbank Halifax Bank of Scotland (HBOS) startet eine Offensive im irischen Privatkundengeschäft. Wenige Tage nachdem das Institut mit Andy Hornby einen neuen Vorstandschef für Mitte Juli kürte, kündigte es für die nächsten 14 Monate 46 neue Filialen auf der Insel an.

LONDON. In einer Mitteilung des Finanzkonzerns heißt es, man wolle höhere Guthaben-Zinsen anbieten als die Konkurrenz. Auch sollen die Filialen länger offen bleiben.

Der Vorstoß des aggressiv um Kunden kämpfenden Instituts wird auf der Insel mit Argusaugen verfolgt. Bislang dominieren hier Allied Irish Bank und Bank of Ireland nach Belieben. Beide verwalten jeweils gut 250 Filialen und kontrollieren mehr als zwei Drittel des Marktes. HBOS ist bislang über ihre Tochter Bank of Scotland im Land vertreten.

Die Bank hat zwar nach dem Kauf des Abrechnungsgeschäfts des Versorgers Electricity Supply Board im vergangenen Jahr Zugang zu 185 000 Kunden. Ein nennenswertes Filialnetz besitzt sie jedoch nicht.

Die Briten kündigten an, innerhalb dieses Jahres im Schnitt drei Filialen pro Monat zu eröffnen. Das Institut verspricht zudem, die Filialen mehr als 50 Prozent länger offen zu lassen als die Konkurrenz.

Irland ist einer von zwei Auslandsmärkten, auf denen das auf das Königreich fokussierte Institut expandieren will. Der andere ist Australien. Analysten gehen davon aus, dass die beiden Platzhirsche in Irland hart um das Terrain kämpfen werden. „Es wird schwer für HBOS, in diesen Markt einzubrechen“, schreiben Merrion Stockbrokers. Doch hat die viertgrößte britische Bank viel Geld und hohe Reserven. Allein im vergangenen Halbjahr verdiente sie fast 2,3 Mrd. Pfund (fast 3,4 Mrd. Euro).

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