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06.09.2013

18:19 Uhr

Pleiterisiko

Notenbanker warnen vor zweitem Fall Lehman

ExklusivFührende deutsche Notenbanker haben davor gewarnt, dass sich ein Fall wie der Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers wiederholen könnte. Turbulenzen seien kaum zu vermeiden.

Das Risiko einer Bankenpleite wie bei Lehman Brothers bleibt bestehen. dpa

Das Risiko einer Bankenpleite wie bei Lehman Brothers bleibt bestehen.

Frankfurt„Die Sicherheit, dass ein Fall wie Lehman nie wieder passieren kann, haben wir auch heute nicht“, sagt Jörg Asmussen, Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), dem Handelsblatt in einem Gespräch anlässlich des fünften Jahrestages der Lehman-Insolvenz. Eine Eintrittswahrscheinlichkeit von null gebe es nicht, sagt Asmussen. „Aber wir können sie minimieren“, fügt er hinzu. Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, warnt ebenfalls: „Ich bin nicht erst seit der akuten Krisenphase vor fünf Jahren überzeugt, dass sich Krisen und Finanzmarktturbulenzen nicht völlig verhindern lassen“.

Die beiden Notenbanker waren im September 2008, als die US-Bank Insolvenz anmelden musste, an der Krisenbewältigung der Bundesregierung auf zentralen Positionen beteiligt: Asmussen war Staatssekretär im Bundesfinanzministerium und ist seit Anfang 2012 Mitglied des EZB-Vorstandes. Weidmann, seit Mai 2011 Bundesbank-Chef, war damals Wirtschaftsberater von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

„Mit dem Wissen von heute würde man sicher manche Dinge anders machen“, sagte Asmussen. „Zum Beispiel erschien uns eine Zwangsrekapitalisierung einer sozialen Marktwirtschaft fremd. Aber andere Staaten haben damit gute Erfahrungen gemacht haben“, sagte er. Die Lehre, die der Notenbanker aus der Krise zieht: „Die Deregulierung war zu weit gegangen, ich habe seitdem eine erhebliche Skepsis gegenüber dem Versprechen der Selbstregulierung.“

Die US-Regierung hatte 2008 die großen Wall-Street-Banken mit Milliarden zwangskapitalisiert. Das war damals als Staatseinmischung heftig kritisiert worden. Experten führen aber die heutige Stabilität des US-Finanzsystems maßgeblich auf diese Entscheidung zurück.

Kommentare (25)

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Account gelöscht!

06.09.2013, 19:01 Uhr

Der Chefberater von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble rechnet mit dem Zerfall der Eurozone. Deutschlands müsse die Währungsunion verlassen.

Vielleicht stellen sich die Versicherungen darauf ein?

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/08/18/schaeuble-berater-schlaegt-euro-austritt-deutschlands-vor/

Die AfD hat die Aufgabe die Bevölkerung aufzuklären. Die D-Mark kommt.

vollPFOSTENballett

06.09.2013, 19:03 Uhr

die haben in die banken reiregiert und den vorständen klargemacht,daß sie jetzt an der kurzen leine sind

unre hirmis einschließlich herr a.... haben in ihrer panik den banken geld geschenkt auch der indirekt der deutschen bank,die so an ausgereichte darlehen ihrer schuldner kam

getoppt wurde es dann,als ackermann,der ohne hilfe die größte pleite hingelegt hätte unsre bundestrulla und absahnpeer mit ihren hilfstruppen auch noch beraten hat

und das alles , weil unsre regierungsverantwortlichen in panik waren und immer noch sind.....

Angelika

06.09.2013, 19:04 Uhr

Prof. Schachtschneider beschreibt in seinem o.g. Vortrag, dass wir aus den ESM etc. Verträgen austreten können und wir bereits enteignet sind. Dies ist legal nur zu verhindern, wenn die AFD in Parlament einzieht und das stoppt.

http://www.youtube.com/watch?v=stR8m1JD6-k

Bitte unbedingt ansehen, weiterleiten, AFD wählen! Alles andere ist Popanz!

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