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15.04.2016

14:48 Uhr

Portugal

Regierung will Lösung für faule Bank-Kredite

Italien hat einen Rettungsfonds für seine Banken über fünf bis sechs Milliarden Euro aufgelegt. Das hat der Debatte über faule Bank-Kredite neue Fahrt verliehen. Auch Portugal will das Problem in den Griff bekommen.

Portugals Regierungschef sagte, die Lösung für sein Land sei weder mit der in Italien noch der in Spanien vergleichbar, wo die Banken mit Krediten der Euro-Partner gestützt wurden. AFP; Files; Francois Guillot

Antonio Costa

Portugals Regierungschef sagte, die Lösung für sein Land sei weder mit der in Italien noch der in Spanien vergleichbar, wo die Banken mit Krediten der Euro-Partner gestützt wurden.

LissabonPortugals Regierung will das Problem fauler Bank-Kredite in den Griff bekommen und das Thema mit der Aufsicht klären. „Es wäre nützlich, einen Mechanismus zu haben, der die Situation erfolgreich löst“, sagte Ministerpräsident Antonio Costa am Freitag im Parlament. Er sei dagegen, öffentliches Geld in die Banken zu pumpen. „Das Problem kann nicht mit Hilfe von Steuergeld gelöst werden.“ Die Debatte über faule Darlehen hat an Fahrt gewonnen, da zuletzt Italien einen Rettungsfonds für seine Banken über fünf bis sechs Milliarden Euro aufgelegt hat. Die Mehrheit an diesem Topf liegt bei privaten Investoren.

Costa sagte, die Lösung Portugals sei weder mit der in Italien noch der in Spanien vergleichbar, wo die Banken mit Krediten der Euro-Partner gestützt wurden. „Ich hoffe, wir werden eine gute Lösung nach portugiesischer Art haben“, sagte der Regierungschef, ohne jedoch Details zu nennen.

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Die große Herausforderung für Portugal dürfte sein, einen solchen Rettungsfonds oder eine Bad-Bank zu finanzieren. Ende 2015 musste das Euro-Land die Bank Banif mit 2,2 Milliarden Euro vor dem Aus retten.

Von

rtr

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