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29.04.2016

15:47 Uhr

Postbank

Geldhaus stemmt sich mit Sparkurs gegen Niedrigzinsen

Der Zinsüberschuss bei der Postbank wird 2016 wohl niedriger ausfallen als bisher geplant. Das Geldhaus will das mit Kostensenkungen wettmachen. Filialen könnten künftig mit nur noch einem Mitarbeiter besetzt werden.

Das Geldhaus will schon bald wieder auf die Börse. Operativ eigenständig ist es nach eigenen Angaben bereits. dpa

Postbank-Filiale in Düsseldorf

Das Geldhaus will schon bald wieder auf die Börse. Operativ eigenständig ist es nach eigenen Angaben bereits.

FrankfurtDie Deutsche Postbank stemmt sich mit einem schärferen Sparkurs gegen die Folgen der Dauer-Niedrigzinsen. Der Zinsüberschuss dürfte in diesem Jahr niedriger ausfallen als bisher geplant, wie die Tochter der Deutschen Bank am Freitag in Bonn einräumte. Das solle durch „weitere Kostensenkungsmaßnahmen“ wettgemacht werden. Sie beträfen die gesamte Bank, ein neues Sparprogramm gebe es nicht, sagte ein Sprecher. Vorstandschef Frank Strauß hatte kürzlich Einschnitte im Filialnetz durch eine verstärkte Automatisierung angekündigt. Filialen könnten künftig mit nur noch einem Mitarbeiter besetzt werden.

Die Postbank rechnet für das laufende Jahr weiter mit einem Rückgang des Gewinns vor Steuern um mehr als 100 Millionen Euro. 2015 hatte sie 582 Millionen Euro erwirtschaftet. Im ersten Quartal brach das Vorsteuerergebnis auf 75 (131) Millionen Euro zurück. Das habe aber vor allem an Sondereffekten gelegen, ohne die der Gewinn nur um zwölf Millionen gesunken wäre, hieß es im Quartalsbericht. Vorstandschef Frank Strauß sprach von „sehr herausfordernden Rahmenbedingungen“. Die Entflechtung von der Deutschen Bank, die vor dem Sommer abgeschlossen werden soll, liege im Plan.

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Der Börsenkandidat präsentiert sich in überraschend guter Verfassung: Der Gewinn steigt um zehn Prozent. Ein Börsengang oder Verkauf der Deutsche-Bank-Tochter scheint in diesem Jahr aber unwahrscheinlich.

Deutsche-Bank-Finanzvorstand Marcus Schenck hatte aber mit Blick auf die geplante Trennung von der Postbank auf die Bremse getreten: „Wir sind gut beraten, vor einem Verkauf zu warten, bis sich dort eine Reihe operativer Fortschritte einstellen.“ Die Postbank müsse noch an ihren Kosten arbeiten und daran, mehr margenstarkes Geschäft zu gewinnen, sagte er am Donnerstag. Der ins Auge gefasste Börsengang ist ohnehin erst 2017 realistisch.

Trotz eines florierenden Neugeschäfts mit Ratenkrediten und Baudarlehen gingen der Zins- und der Provisionsüberschuss zu Jahresbeginn zurück. „Der spürbare Rückgang der Zinsaufwendungen konnte die insgesamt rückläufigen Zinserträge nicht vollständig kompensieren“, erklärte die Postbank

Von

rtr

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