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04.06.2012

14:49 Uhr

Privatbank

Hauck und Aufhäuser stockt Kapitaldecke auf

Die Privatbank Hauck und Aufhäuser ist bei ihrem drängendsten Problem einen großen Schritt vorangekommen: Die Kapitaldecke wurde 2011 aufgepolstert, die Bank scheint für die strengeren Vorgaben der Regulierer gerüstet.

Filiale der Privatbank Hauck und Aufhäuser. ap

Filiale der Privatbank Hauck und Aufhäuser.

FrankfurtDas haftende Eigenkapital liegt nun bei 183 (Vorjahr: 174) Millionen Euro, die harte Kernkapitalquote bei 12,5 Prozent, wie der für die Finanzen zuständige persönlich haftende Gesellschafter Jochen Lucht am Montag in Frankfurt vorrechnete. Damit sei das Bankhaus für die strengeren Vorgaben der Regulierer gerüstet.

„Nach Basel III sind wir bis 2016 durchfinanziert.“ Die Bank werde ihre Kapitalbasis weiter vorsichtig stärken, habe dabei aber keine konkrete Zielmarke im Blick. Kapitalquoten von 20 Prozent und mehr, wie sie etwa der Lokalrivale Metzler vorweist, hält Lucht allerdings für übertrieben.

Hauck und Aufhäuser hatte den Aktionären für die letzten beiden Geschäftsjahre die Dividende gestrichen. Der Gewinn floss direkt in die Rücklagen. Allerdings trifft es in diesem Fall keine bedürftigen Kleinsparer, wie der Sprecher der Geschäftsführung, Michael Schramm, mit einem Augenzwinkern einräumte: Die Privatbank gehört Unternehmerfamilien wie Heraeus, Mast (Jägermeister) und Asbeck (Solarworld ). Ob sie für 2012 wieder mit einer Ausschüttung rechnen können, ließ Schramm offen. „2012 wird womöglich noch anspruchsvoller als das, was wir 2011 gesehen haben“, sagte er mit Blick auf die Verwerfungen an den Märkten im Zuge der Euro-Schuldenkrise.

Mit dem Ergebnis des abgelaufenen Jahres zeigte sich Schramm zufrieden. Der Bilanzgewinn kletterte 2011 auf 12,9 (9,1) Millionen Euro. Dabei halfen Sondererträge aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken, aber auch florierende Geschäfte in der Vermögensverwaltung für private und institutionelle Kunden. Das verwaltete Vermögen stieg um rund drei Milliarden auf mehr als 27 Milliarden Euro. Die Investmentbank kehrte in die Gewinnzone zurück. Zudem baute Hauck und Aufhäuser zuletzt das Immobiliengeschäft aus, um von der großen Nachfrage der Anleger nach Sachwerten zu profitieren.

 

Von

rtr

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