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07.04.2006

13:10 Uhr

Privatbank will weiter wachsen

Trinkaus & Burkhardt erzielt Rekordgewinn

HSBC Trinkaus & Burkhardt hat im vergangenen Jahr soviel verdient, wie nie zuvor. Dabei hat die Düsseldorfer Privatbank von neuen vermögenden Kunden, dem positiven Klima an den Kapitalmärkten und dem Verkauf von Finanzanlagen profitiert.

HB DÜSSELDORF. Der Jahresüberschuss sei um 50 Prozent auf den Rekordwert von 117,9 Mill. Euro gestiegen, teilte die Bank am Freitag in Düsseldorf mit. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern habe sich auf 30,6 (2004: 19,5) Prozent verbessert. Trinkaus & Burkhardt habe dank der engen Verbindung zum britischen Finanzkonzern HSBC die Rolle der spezialisierten Nischenbank verlassen und sei für ihre Kunden zu einer vollwertigen Bank geworden, sagte der Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter, Andreas Schmitz.

Erfolgsfaktor sei die wachsende Kundenzahl gewesen, hieß es. So stieg das für wohlhabende Privatleute verwaltete Vermögen um fast 75 Prozent auf 19,9 Mrd. Euro. Privatkunden müssen bei HSBC Trinkaus eine Million Euro mitbringen, Firmenkunden 50 Mill. Euro. Das Betriebsergebnis erhöhte sich 2005 um 33,4 Prozent auf 137,4 Mill. Euro, der Provisionsüberschuss stieg um 17 Prozent auf 264,4 Mill. Euro, der Zinsüberschuss um acht Prozent auf 74,6 Mill. Euro, das Handelsergebnis legte um 37 Prozent auf 74,3 Mill. Euro zu.

Auf das laufende Jahr blicke die Bank mit Optimismus. Das Betriebsergebnis solle erneut um einen zweistelligen Prozentsatz wachsen. Im ersten Quartal sei das Ergebnis des Vorjahrsquartals deutlich übertroffen worden. HSBC Trinkaus profitiere derzeit von den lebhaften Aktienmärkten.

Schmitz wies erneut Spekulationen über eine Veränderung der Eigentümerstruktur zurück, die im vergangenen Sommer aufgekommen waren. „Mir sind keine weiteren Diskussionen darüber zwischen den beiden Gesellschaftern bekannt.“ Die britische HSBC habe ihren Anteil auf 78,6 Prozent von 73,5 Prozent ausgebaut. 20,3 Prozent halte weiter die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), gut ein Prozent lägen im Streubesitz.

Zur Hauptversammlung am 30. Mai will sich die seit 1785 bestehende Bank in eine Aktiengesellschaft (AG) umwandeln. Die Form der Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) sei international erklärungsbedürftig gewesen, begründete Schmitz diesen Schritt.

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