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14.01.2009

16:48 Uhr

Privatbanken

Einigung über neue Details des Postbank-Deals

Nun ist es offiziell: Die Deutsche Post steigt mit acht Prozent bei der Deutschen Bank ein. Der Aufsichtsrat der Post hat dem Deal offenbar grünes Licht gegeben. Die Rahmenbedingungen der Übernahme der Postbank durch die Deutsche Bank haben sich erheblich geändert.

Der Teil-Kauf der Postbank durch die Deutsche Bank kommt zu völlig anderen Konditionen zustande als bisher geplant. Foto: ap ap

Der Teil-Kauf der Postbank durch die Deutsche Bank kommt zu völlig anderen Konditionen zustande als bisher geplant. Foto: ap

HB FRANKFURT/BONN. Deutsche Bank und Deutsche Post haben sich angesichts der Finanzkrise auf neue Konditionen für den Verkauf der Post-Tochter Postbank geeinigt. Die Deutsche Bank muss dadurch ihr Eigenkapital nicht mehr so stark belasten, die Post kommt „schneller und mit weniger Risiko aus dem Bankgeschäft“, wie beide Konzerne am Mittwoch mitteilten. Zugleich wird indirekt auch der Staat, dem zum Teil die Deutsche Post gehört, an der größten deutschen Bank beteiligt. Zu Details wollten beide Institute am Nachmittag bei Telefonkonferenzen Stellung nehmen.

Die Finanzkrise hatte die Deutsche Bank 2008 tief in die roten Zahlen abstürzen lassen. Zudem waren alle Finanztitel in den vergangenen Monaten drastisch eingebrochen, so dass der Frankfurter Dax-Konzern für seine Postbank-Beteiligung deutlich mehr hätte zahlen müssen, als das Institut derzeit am Markt wert ist.

Nach der neuen Vereinbarung erhält die Deutsche Post für den Verkauf von zunächst 22,9 Prozent der Bonner Postbank rund acht Prozent der Deutschen Bank. Zudem erhält die Deutsche Bank weitere 27,4 Prozent über eine Pflichtumtauschanleihe. Für zusätzliche 12,1 Prozent bestehe weiterhin eine Kaufoption für die Deutsche Bank. Der Barwert der Transaktion entspreche 4,9 Mrd. Euro. Die Post erhalte unmittelbar liquide Mittel von 3,8 Mrd. Euro, wovon 3,1 Mrd. Euro bereits am 2. Januar geflossen seien. Die beiden Konzerne gehen von einem Abschluss (Closing) der Transaktion bis spätestens 27. Februar 2009 aus.

Im September hatten sich die Deutsche Bank und die Post auf den Verkauf der Postbank geeinigt. Geplant war zunächst ein Teileinstieg zu Beginn dieses Jahres: Die Deutsche Bank wollte im ersten Quartal 2009 zunächst 29,75 Prozent der Postbank für 57,25 Euro je Aktie übernehmen - insgesamt rund 2,8 Mrd. Euro. Zudem hatten die beiden Parteien mehrere Optionen für eine weitere Anteilsaufstockung der Deutschen Bank festgelegt.

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