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09.04.2014

08:59 Uhr

Prozess um Hypo Alpe Adria

26 Monate Haft für Ex-Chef Tilo Berlin

Das Urteil ist gesprochen: Der Ex-Vorstand der österreichischen Hypo Alpe Adria soll ins Gefängnis. Tilo Berlin soll die Bank mit Nebenvereinbarungen und Sonderdividenden geschädigt haben.

Das Landgericht Klagenfurt sieht es als erwiesen an, dass Tilo Berlin die Krisenbank Hypo Alpe Adria durch Nebenvereinbarungen mit Investoren geschädigt hat. dpa

Das Landgericht Klagenfurt sieht es als erwiesen an, dass Tilo Berlin die Krisenbank Hypo Alpe Adria durch Nebenvereinbarungen mit Investoren geschädigt hat.

KlagenfurtIm Untreue-Prozess gegen ehemalige Top-Manager der österreichischen Krisenbank Hypo Alpe Adria ist Ex-Vorstand Tilo Berlin zu 26 Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht Klagenfurt sah es als erwiesen an, dass der Ex-Manager die Bank durch Nebenvereinbarungen mit Investoren geschädigt hat. Dabei ging es um die Ausgabe von Vorzugsaktien, deren Rückkauf den Investoren versprochen wurde. Berlin war von der BayernLB als Vorstandschef bei der Skandalbank in Klagenfurt eingesetzt worden.

Auch die Ausschüttung einer Sonderdividende in Höhe von 2,5 Millionen Euro sei nicht rechtens gewesen, stellte das Gericht am späten Dienstagabend fest. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Verteidigung kündigte Berufung an.

In dieser Angelegenheit waren bereits Ende Februar drei ehemalige Bankmanager zu Haftstrafen verurteilt worden. Wegen Krankheit war das Verfahren gegen Berlin abgetrennt worden.

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Der Ex-Chef der Hypo Alpe Adria, Wolfgang Kulturer, beteuert im Prozess um Bilanzfälschung und Untreue seine Unschuld: Die Ausgabe von Vorzugsaktien sei die einzige Möglichkeit gewesen, an Eigenmittel zu kommen.

Der Aktiendeal im Wert von mehr als 100 Millionen Euro war als Eigenkapital ausgewiesen worden. Dies könnte auch eine Rolle bei der Beurteilung der Lage der Hypo Alpe Adria vor dem Kauf durch die BayernLB im Jahr 2007 spielen. Österreich als Besitzer der 2009 zurückgekauften und notverstaatlichten Bank und die BayernLB streiten sich vor mehreren Gerichten, ob sie vom jeweiligen Vorbesitzer getäuscht worden waren.

Von

dpa

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