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12.10.2012

15:22 Uhr

Quartalsbericht

JP Morgan glänzt trotz Problemen

Die Quartalszahlen der US-Großbank übertreffen die Erwartungen. Bankchef Jamie Dimon kann einen Gewinnsprung von einem Drittel im Vergleich zum Vorjahr vermelden – trotz des Handelsskandals und Klagen.

Aufgepasst!: JP-Morgan-Chef Jamie Dimon hat starke Zahlen vorgelegt. Reuters

Aufgepasst!: JP-Morgan-Chef Jamie Dimon hat starke Zahlen vorgelegt.

New YorkDie größte US-Bank JP Morgan Chase verdient wieder soviel wie vor der Krise. Hauptgrund ist die boomende Nachfrage nach Hypotheken in den USA – dank des Aufkaufprogramms der US-Notenbank Fed und der niedrigen Zinsen. Im dritten Quartal steigerte JP Morgan den Nettogewinn um ein Drittel auf 5,7 Milliarden Dollar, wie das Institut am Freitag mitteilte.

Das Ergebnis übertraf die Analystenerwartungen, weshalb die Aktien vorbörslich um zwei Prozent anzogen. „Der Häusermarkt hat die Talsohle durchschritten“, bilanzierte Bankchef Jamie Dimon. Allein im Hypothekengeschäft nahm das Institut 1,8 Milliarden Dollar ein - 36 Prozent mehr als vor einem Jahr. Zudem reduzierte JP Morgan die Vorsorge in dem Bereich: Die Bank hob Rückstellung in Höhe von 900 Millionen Dollar auf.

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Für JP Morgan kommt es derzeit knüppeldick. Nicht nur die US-Regierung will die Großbank zur Verantwortung ziehen. Jetzt muss JP Morgan eine Millionen-Strafe zahlen, weil sie einer Stiftung Investmentprodukte verkaufte.

Der Mini-Boom bei den Immobilienfinanzierungen beruht auf den niedrigen Zinsen. Viele Häuslebauer wollen aktuell ihre Hypotheken umschulden, um davon zu profitieren. Zugleich haben die Banken keine Probleme, die Finanzierungen am Kapitalmarkt weiterzuverkaufen. Sie bündeln sie dafür in Wertpapiere, die mit Hypotheken besichert sind – der Markt für ähnliche Finanzprodukte war vor fünf Jahren zusammengebrochen, woraufhin die Finanzkrise ihren Lauf nahm.

Das sind die größten Banken der Welt

Platz 10

Die Commonwealth Bank of Australia eröffnet die Top Ten der größten Banken der Welt nach Marktkapitalisierung. Das Institut mit Sitz in Sydney verfügt über einen Börsenwert von 81 Milliarden Euro.

Stand: 08. Januar 2013, Quelle: Thomson Reuters

Platz 9

Die Citigroup ist die neuntgrößte Bank der Welt. Die US-Großbank hat einen Börsenwert von 96 Milliarden Euro.

Platz 8

Mit knappen Vorsprung belegt die Bank of America Rang acht im Ranking. Das US-Institut verfügt über eine Marktkapitalisierung von 101 Milliarden Euro.

Platz 7

Die Agricultural Bank of China kommt auf Platz sieben. 114 Milliarden Euro beträgt die Marktkapitalisierung.

Platz 6

Auch der sechste Rang geht an ein Institut aus dem Reich der Mitte – die Bank of China. 125 Milliarden Euro ist das Geldhaus an den Börsen wert.

Platz 5

JP Morgan Chase eröffnet die Top Fünf. 132 Milliarden Euro beträgt die Marktkapitalisierung.

Platz 4

Die US-Großbank Wells Fargo scheitert knapp am Treppchen des Rankings. Der Börsenwert beträgt 140 Milliarden Euro. Nur drei Banken sind mehr wert.

Platz 3

Die HSBC kann sich über den Bronzerang freuen. Der Börsenwert des Instituts beträgt 151 Milliarden Euro.

Platz 2

Die China Construction Bank kommt auf Platz zwei mit einer Marktkapitalisierung von 195 Milliarden Euro. An den Spitzenreiter kommt das Institut damit aber noch lange nicht heran.

Platz 1

Die Industrial and Commercial Bank of China hat einen gigantischen Börsenwert von 227 Milliarden Euro. Die Bank ist die größte der Volksrepublik, auch wenn man die Bilanzsumme heranzieht.

Die Investoren rennen den Instituten derzeit die Türe ein, weil die Fed als garantierter Abnehmer der Papiere feststeht: Die Notenbank hat angekündigt, zur Stützung der Konjunktur pro Monat bis zu 40 Milliarden Dollar an Hypothekenpapieren aufzukaufen.

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