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18.07.2017

13:28 Uhr

Quartalsbilanz

Bank of America profitiert von höheren Zinsen

Die Bank of America hat in einem stärksten Quartal seiner Unternehmensgeschichte ein Quartalsnettogewinn von 4,9 Milliarden US-Dollar erzielt. Besonders gut lief das Privatkundengeschäft.

Die Bank of America ist besonders stark von der Zinsentwicklung abhängig und hat aufgrund der steigenden Zinsen in den USA ein sehr gutes Quartalsergebnis veröffentlicht. Reuters

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Die Bank of America ist besonders stark von der Zinsentwicklung abhängig und hat aufgrund der steigenden Zinsen in den USA ein sehr gutes Quartalsergebnis veröffentlicht.

New YorkDie höheren Zinsen in den USA haben auch das Geschäft der Bank of America angekurbelt. Der Nettogewinn nach Anteilen Dritter stieg im zweiten Quartal um elf Prozent auf 4,91 Milliarden Dollar. „Wir hatten eines der stärksten Quartale unserer Geschichte“, zog Bankchef Brian Moynihan am Dienstag Bilanz. Die Einnahmen kletterten um 7,2 Prozent auf 22,83 Milliarden Dollar.

Die Bank of America ist besonders stark von der Zinsentwicklung abhängig. Die US-Notenbank Fed hatte die Zinsen Mitte Juni erneut erhöht und weitere Anhebungen signalisiert. Derzeit liegt der Leitzins in den USA bei 1,0 bis 1,25 Prozent, im Vorjahreszeitraum betrug die Spanne noch 0,25 bis 0,5 Prozent. Das schlägt sich in höheren Zinseinnahmen der Banken nieder.

Bei der Bank of America kletterte der Gewinn im Privatkundengeschäft (Consumer Banking) um 21 Prozent auf zwei Milliarden Dollar. „Unser Privatkundengeschäft verbuchte das beste Quartal seit einem Jahrzehnt“, sagte Finanzchef Paul Donofrio.

Die Aktionäre der Bank of America profitieren davon unter anderem durch eine höhere Dividende. Bekanntester Geldgeber des Hauses ist Warren Buffett, der jüngst angekündigt hatte, zum Hauptaktionär aufzusteigen.

Bei der Bank of America schrumpften die Einnahmen aus dem wichtigen Handel mit Anleihen, Rohstoffen und Währungen um 14 Prozent; der Handel mit Aktien ging indes um 3 Prozent hoch. Die anderen Bereiche stopften die Lücke: Neben dem Privatkunden-Geschäft waren dies das Beratungsgeschäft sowie die Vermögensverwaltung. Die Erträge - die gesamten Einnahmen der Bank - stiegen so um 7 Prozent auf 22,8 Milliarden Dollar.

Auch JP Morgan, Citigroup und Wells Fargo, die vergangene Woche ihre Zahlen vorlegten, hatten von den steigenden Leitzinsen und der robusten Konjunktur profitiert.

Von

rtr

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