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21.01.2010

14:27 Uhr

Quartalsergebnis

Goldman Sachs übertrifft alle Erwartungen

Goldman Sachs hat es mal wieder allen gezeigt. Die Schätzungen zu den Zahlen waren schon ambitioniert, doch die US-Investmentbank hat sie noch getoppt: Im vierten Quartal fuhr Goldman einen Gewinn von knapp fünf Milliarden Dollar ein. Was die Höhe der Boni angeht, so hat das Institut eine Überraschung parat.

Goldman-Sachs-Chef Blankfein bei einer Anhörung vor dem US-Kongress. Reuters

Goldman-Sachs-Chef Blankfein bei einer Anhörung vor dem US-Kongress.

HB DÜSSELDORF. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat im vierten Quartal einen überraschend hohen Gewinn verbucht. Je Aktie habe sich ein Gewinn von 8,20 Dollar ergeben, teilte das Geldhaus am Donnerstag vor US-Börsenbeginn mit.

Analysten hatten im Schnitt mit 5,20 Dollar je Aktie gerechnet nach einem Verlust von 4,97 Dollar je Aktie vor einem Jahr - dem bislang einzigen Verlustquartal der Firma seit dem Börsengang vor mehr als zehn Jahren.

Bereits im dritten Quartal hatte das Institut von der Rally an den Finanzmärkten profitieren können und ihren Gewinn auf rund drei Mrd. Dollar mehr als verdreifacht. Die Einnahmen bezifferte Goldman Sachs für das vierte Quartal 2009 auf 9,62 Mrd. Dollar, der Großteil stammte aus dem Handelsgeschäft. An der Börse sorgten die Zahlen im vorbörslichen Handel für ein entsprechendes Kursplus bei Goldman-Aktien.

„Trotz eines kräftigen konjunkturellen Gegenwinds sehen wir Zeichen von Wachstum“, sagte Bankchef Lloyd Blankfein bei der Präsentation der Zahlen. Vor allem die Geschäfte mit Währungen, Rohstoffen und Anleihen florierten weiterhin gegen Jahresende. Im Gesamtjahr konnte Goldman Sachs mit einem Gewinn von 12,2 Mrd. Dollar nahtlos an die Rekordzahlen aus der Vorkrisenzeit anknüpfen.

Zuvor hatten bereits die Großbanken JP Morgan, Citigroup, Morgan Stanley, Bank of America und Wells Fargo ihre Zahlen präsentiert. Traditionell eröffnet Goldman den Reigen der Quartalszahlen der US-Banken. Das bisherige Bild fiel gemischt aus. Während das Investmentbanking florierte, machten hohe Kreditverluste den Banken vielfach weiter zu schaffen. Auch die Rückzahlung von Staatshilfen belastete zum Teil die Bilanzen.

Kommentare (5)

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Peter Scholz

21.01.2010, 16:19 Uhr

ich denke, diese hohen bonizahlungen bedeuten eine Veruntreuung von inhaberkapital und müssen strafrechtlich geahndet werden.

Leertasche

21.01.2010, 17:39 Uhr

Jeder Amerikaner kann auf diese Weise feststellen, dass es keinen Weg aus der Weltkrise gibt.
Es gibt dennoch, auch historisch, seit Jahrzehnten ähnliche Strategien: Sie heißen nicht banken. Sie heißen Mafia oder Ndrangeta, Türkische Mafia und ähnlich.

M.P

21.01.2010, 17:39 Uhr

So ein Schwachsinn, lass das Denken sein. Die boni sind komplett legal. Diese werden über das Jahr angesammelt und zwar aus Rückstellungen, die jedes Unternehmen machen kann. Dabei gibt es nicht nur Rückstellungen für boni, sondern eventuelle weitere Kosten, die anstehen werden (vllt. Anwaltskosten etc), aber wo man noch keinen Rechnung hat und dementsprechend Höhe und betrag nicht weiß.

GS hat es mal wieder bewiesen, dass eine gut arbeitende und wirtschaftliche bank trotz Finanzkrise Millardengewinne einfahren kann und dann sind solche boni auch völlig gerechtfertig.

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