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03.02.2011

11:04 Uhr

Quartalszahlen des Tages

Wo die Gewinne sprudeln

Die Börsen in den USA, Europa und Fernost mussten heute einen wahren Zahlenreigen verarbeiten. Unter anderem haben sich mit Mitsubishi UFJ und der Banco Santander die beiden größten Geldhäuser Japans bzw. Euiopas in die Karten gucken lassen. Außerdem legten Vodafone, Unilever, Shell und einige US-Konzerne Zahlen vor. Ein schneller Überblick.

Quelle: Reuters

HB DÜSSELDORF. Rücklagen für faule Kredite haben der spanischen Banco Santander einen geringeren Gewinn beschert. Der Nettogewinn im abgelaufenen Jahr sei um 8,5 Prozent auf 8,18 Milliarden Euro gesunken, teilte die größte Bank der Eurozone am Donnerstag mit. Eine gute Geschäftsentwicklung in Brasilien und Großbritannien habe geringere Gewinne auf dem heimischen Markt zum Teil wettgemacht.

Nach der aggressiven Expansion in Länder wie Polen und Mexiko ist Santander im Vergleich zu anderen Banken weniger anfällig für die Auswirkungen der spanischen Rezession. Die Geschäfte auf dem Heimatmarkt tragen noch zu knapp einem Viertel zu Santanders Gewinn bei. Achillesferse der spanischen Banken ist ihr starkes Engagement im Hypothekengeschäft. Daher leiden sie auch besonders unter faulen Krediten.

Mitsubishi UFJ , Japans größte Bank nach Marktkapitalisierung, hat nachgezogen und ebenso wie Rivale Mizuho einen ordentlichen Gewinn für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres vermeldet. Damit konnten zwei der drei japanischen Mega-Kreditinstitute mit guten Zahlen aufwarten. Lediglich die Nummer zwei im Land, Sumitomo Mitsui, musste vor wenigen Tagen einen Einbruch des Nettoergebnisses für die Zeit von Oktober bis Dezember 2010 um 21 Prozent hinnehmen.

Grund für das Plus vom Mitsubishi UFJ, das einem verdoppelten Nettoeinkommen von 195,1 Milliarden Yen (etwa 1,7 Milliarden Euro) entspricht im Vergleich zu 76,1 Milliarden Yen im Vorjahreszeitraum sind gute Gewinne im Anleihe-Handel und gesunkene Kosten für faule Kredite. Die Zahl der insolventen Unternehmen ist seit der Finanzkrise weiter stetig gesunken, die Ausfälle von Darlehen sind zurückgegangen.

Gleichwohl müssen die japanischen Banken sich neue Geschäftsfelder erschließen, denn das Geldverleih-Geschäft in Japan ist stark rückläufig. Die Banken setzen deshalb verstärkt auf das Auslandskreditgeschäft.

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