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09.11.2011

12:46 Uhr

Quartalszahlen

HSBC Trinkaus gibt Jahresziele auf

Die HSBC Trinkaus verwirft auf Grund von Marktturbulenzen ihre Jahresprognose. Einen Gewinnanstieg wird es wohl nicht geben, aber das Vorjahresergebnis kann voraussichtlich gehalten werden.

In den ersten neun Monaten kletterte der Gewinn von Trinkaus um knapp sechs Prozent auf 115,5 Millionen Euro. dpa

In den ersten neun Monaten kletterte der Gewinn von Trinkaus um knapp sechs Prozent auf 115,5 Millionen Euro.

FrankfurtDie Privatbank HSBC Trinkaus kassiert wegen der Flaute im Handelsgeschäft ihre Jahresprognose. „Volatile und unberechenbare Märkte können die Ergebnisentwicklung der Bank beeinträchtigen“, warnte das Düsseldorfer Institut am Mittwoch. 2011 geht die Tochter der größten europäischen Bank HSBC nun nur noch davon aus, den Rekordgewinn von 140 Millionen Euro aus dem Vorjahr in etwa zu wiederholen. Zum Jahresbeginn hatte die Bank noch einen Gewinnanstieg in Aussicht gestellt, warnte allerdings bereits im August, es sei „nicht einfach“, diese Prognose zu erfüllen.

In den ersten neun Monaten kletterte der Gewinn von Trinkaus um knapp sechs Prozent auf 115,5 Millionen Euro. Dabei bekam das Institut jedoch wie die Deutsche Bank, Barclays und viele andere Geldhäuser zu spüren, dass sich die Anleger wegen der Schuldenkrise im Handel mit Aktien, Anleihen und Devisen zurückhielten. Das Handelsergebnis sei in den ersten neun Monaten mit einem Minus von elf Prozent allerdings weniger stark gefallen als bei vielen Konkurrenten und „insgesamt erfreulich“, urteilte die Düsseldorfer Bank.

Im Geschäft mit dem gehobenen Mittelstand und vermögenden Kunden läuft es bei Trinkaus dagegen weiter rund: Die Kundeneinlagen kletterten um gut ein Viertel auf 12,8 Milliarden Euro. Sie stellen damit weiter über 50 Prozent der Bilanzsumme und die Hauptfinanzierungsquelle der Bank dar, erklärte Trinkaus. „Dies unterstreicht, dass das Haus als sicherer Hafen in stürmischen Zeiten wahrgenommen wird.“ Die Trinkaus-Mutter HSBC hat im Sommer ein radikales Sparprogramm angekündigt, will 30.000 Stellen streichen und sich in fast 40 Ländern aus dem Privatkundengeschäft zurückziehen. In Deutschland soll Trinkaus dagegen weiter expandieren und sieht sich dafür mit einer harten Kernkapitalquote von 12,7 Prozent gut gerüstet. Auch nach dem Rückzug aus dem Rennen um Teile der WestLB sei die Bank weiter offen für Akquisitionen, sagte ein Konzernsprecher.

HSBC Trinkaus hatte kürzlich im Bieterprozess um die WestLB die Flinte ins Korn geworfen, weil die Bank nur noch geringe Chancen sah, sich gegen die Frankfurter Helaba durchzusetzen, die Interesse am Verbundgeschäft der WestLB mit den Sparkassen angemeldet hat. Der Bereich, der auch den gehobenen Mittelstand umfasst, überschneidet sich mit dem Firmenkundengeschäft, auf das HSBC ein Auge geworfen hatte.

 

Von

rtr

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