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13.01.2012

15:52 Uhr

Quartalszahlen

JP Morgan signalisiert düstere Zeiten für US-Banken

VonRolf Benders

Die Quartalszahlen von JP Morgan lassen Schlimmes ahnen. Denn selbst der Gewinn der profitabelsten US-Großbank ist im Schlussquartal um mehr als 20 Prozent eingebrochen. Die Konkurrenz dürfte es noch härter treffen.

Zentrale von JP Morgan Chase & Co. in New York: Die Geschäfte der US-Großbank liefen im vierten Quartal wesentlich schlechter als ein Jahr zuvor. dapd

Zentrale von JP Morgan Chase & Co. in New York: Die Geschäfte der US-Großbank liefen im vierten Quartal wesentlich schlechter als ein Jahr zuvor.

New YorkAmerikas Banken leiden unter der Euroschuldenkrise. Sie hat die Einnahmen aus dem Kapitalmarkt zu Jahresschluss 2011 drastisch einbrechen lassen. Einen ersten Eindruck, wie heftig es die Wall Street getroffen hat, bekamen Anleger heute durch die Zahlen des größten US-Instituts, JP Morgan. Denn selbst die mit Abstand am besten durch die Finanzkrise gekommene Großbank kann sich der harten Realität nicht entziehen.

JP Morgan musste für das vierte Quartal einen Gewinnrückgang um mehr als 20 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar hinnehmen. Während der Gewinn die Erwartungen der Analysten traf, blieben die Einnahmen hinter den Prognosen zurück. Auch Bank-Chef Jamie Dimon bezeichnete dieses Ergebnis als „leicht enttäuschend“. Die Reaktion der Anleger fiel deutlich aus: Zum Handelsstart verlor die Aktie rund drei Prozent.

Im Gesamtjahr 2011 gelang hingegen erwartungsgemäß trotz leicht gefallener Einnahmen ein Rekordgewinn, mit einem Anstieg von neun Prozent auf rund 19 Milliarden Dollar.

Ursächlich für das Gesamtjahresplus dürfte nicht nur das in den ersten drei Quartalen noch einigermaßen starke Geschäft gewesen sein. Ausschlaggebend war eher die verbesserte Zahlungsmoral der Kreditnehmer bei Kreditkarten und Konsumentendarlehen.

So konnten die Banken Risikovorsorgepositionen aus der Vergangenheit auflösen und dem Gewinn zuschlagen. Vor allem Letzteres half auch im vierten Quartal trotz enttäuschender Umsätze die Gewinnerwartungen der Analysten zu erfüllen. „Die Auflösung der Kreditvorsorge war höher als erwartet. Sie sind dahin gekommen, wo sie hinkommen mussten“, sagte Jeffrey Harte, Analyst bei Sandler O’Neill.

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

13.01.2012, 14:26 Uhr

Wenn Investoren endlich merken was hier eigentlich für ein falsches Spiel über die FED und auch die EZB gespielt wird, so wie das Italien und Spanienwunder gestern, dann gehts richtig rund!! Das alles ist noch gar nichts verglichen mit dem was unweigerlich schon vor der Tür steht und nur noch auf die offene Türe wartet.

bambam

13.01.2012, 14:39 Uhr

Angst fressen Seele auf....Eigentlich hat die Journallie momentan nur zwei Themen...Wulff und Kriese. Mit beiden versucht man soviel Aufmerksamkeit wie möglich zu erheischen. Bei manchen Sachen zurrecht, bei einigen sollte man die Kirche im Dorf lassen, bzw mal die richtigen Relationen darstellen. Ansonsten wird man selber unglaubwürdig... und zwar auf Dauer!

Silberstein

13.01.2012, 14:48 Uhr

In einem Quartal nur 3,7 Milliarden (!) Dollar und leider nur einen Jahresgewinn von 19 Mrd. (!) Dollar.

Tja, ich glaube, so ein schlechtes und ängstliches Jahr hätte ich auch mal gerne.

Ganz miese Überschrift.

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