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30.10.2013

10:41 Uhr

Quartalszahlen

Schwaches Investmentbanking drückt Barclays Gewinn

Der Gewinn der britischen Großbank Barclays ist um 26 Prozent zurückgegangen. Vor allem Geschäfte mit Devisen und Rohstoffen laufen schlecht. Trotz des Rückgangs lag Barclays über den Analysten-Erwartungen.

Barclays-Filiale in London: Die Aktie der Großbank lag am Mittwoch im Plus. Reuters

Barclays-Filiale in London: Die Aktie der Großbank lag am Mittwoch im Plus.

LondonEin schwaches Investmentbanking hat das Ergebnis von Barclays im dritten Quartal gedrückt. Der Vorsteuergewinn aus dem fortgeführten Geschäft schrumpfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26 Prozent auf 1,4 Milliarden Pfund, wie die britische Großbank am Mittwoch mitteilte. Damit lag Barclays allerdings über den Erwartungen von Analysten. An der Londoner Börse lag die Barclays-Aktie im frühen Handel mehr als zwei Prozent im Plus.

Wie auch anderen Finanzinstituten machte den Briten vor allem das Investmentbanking zu schaffen. Bei Barclays halbierte sich der Gewinn in dieser Sparte fast auf 463 Millionen Pfund. Damit blieb unter dem Strich so wenig hängen wie letztmals Ende 2011. Vor allem sinkende Einnahmen im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren, Devisen und Rohstoffen (FICC) belasteten im dritten Quartal das Handelsergebnis.

Nach einer massiven Kapitalerhöhung über gut sieben Milliarden Euro ist Barclays nun nach eigenen Angaben gut gepolstert. Die Kernkapitalquote habe sich auf 9,6 Prozent verbessert.

Größte Vermögensverwalter 2012

Platz 1

Bank of America (USA)

1800 Milliarden Dollar

Quelle der Angaben: PAM Insight Wealth Ranking

Platz 1

Morgan Stanley (USA)

1800 Milliarden Dollar

Platz 3

UBS (Schweiz)

1747 Milliarden Dollar

Platz 4

Wells Fargo (USA)

1200 Milliarden Dollar

Platz 5

Credit Suisse (Schweiz)

862 Milliarden Dollar

Platz 6

Royal Bank of Canada (Kanada)

647 Milliarden Dollar

Platz 7

HSBC (Großbritannien)

398 Milliarden Dollar

Platz 8

Deutsche Bank (Deutschland)

387 Milliarden Dollar

Platz 9

Raymond James Financial (USA)

398 Milliarden Dollar

Platz 10

BNP Paribas (Frankreich)

349 Milliarden Dollar

Wie viele andere Geldhäuser steht Barclays derzeit im Mittelpunkt mehrerer juristischer Auseinandersetzungen. Nun betonte die Bank, mit den Behörden bei Ermittlungen zu mutmaßlichen Manipulationen des Devisenhandels zu kooperieren. Ähnlich hatten sich am Dienstag bereits die Deutsche Bank und UBS geäußert. Der Devisenhandel ist der größte Markt im Finanzsystem und gilt als am wenigsten reguliert.

Konkurrent Lloyds hatte am Mittwoch einen bereinigten Überschuss fürs dritte Quartal von 1,5 Milliarden Pfund bekanntgegeben.

Von

rtr

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