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10.11.2016

16:43 Uhr

Quartalszahlen Unicredit

„Positive Dynamik“

VonRegina Krieger

Der neue Unicredit-Bankchef Jean-Pierre Mustier hat in den ersten 100 Tagen ein erstaunliches Tempo hingelegt. Doch die Quartalszahlen sind durchwachsen, die Investoren warten auf den neuen Strategieplan.

Die Bank hat durchwachsene Quartalszahlen vorgelegt. AFP; Files; Francois Guillot

Unicredit

Die Bank hat durchwachsene Quartalszahlen vorgelegt.

RomGeheimniskrämerei ist angesagt in der Unicredit-Zentrale an der Piazza Gae Aulenti in Mailand. Die Bank hat sich Stillschweigen über Veräußerungen und eine Kapitalerhöhung verordnet bis zum 13. Dezember, wenn der neue Chef Jean-Pierre Mustier den Investoren den neuen Strategieplan vorstellen wird – nicht in Mailand, sondern in London.

Auf den Tag wartet die Finanzwelt mit Spannung, hat doch die HVB-Mutter im vergangenen Jahr rund ein Drittel an Wert verloren. Seit rund 100 Tagen versucht der Franzose Jean-Pierre Mustier als Nachfolger von Federico Ghizzoni an der Spitze der Großbank dem entgegenzusteuern. Ghizzoni hatte den Franzosen erstmals 2011 zu Unicredit geholt. Mustier war bis 2014 Chef des Investmentbanking-Geschäfts. Inzwischen wird im Markt von einer notwendigen Kapitalerhöhung von rund 10 Milliarden Euro gesprochen, bisher ging man von rund fünf Milliarden Euro aus.

Diese Bankchefs verdienen am meisten

Platz 10

Stuart Gulliver, HSBC

Der CEO von HSBC landet im Ranking auf Platz 10. In den Jahren zuvor verdiente er sogar noch mehr.

2015: 11,2 Millionen Dollar

2014: 12,6 Millionen Dollar

2013: 12,6 Millionen Dollar

Platz 9

Sergio Ermotti, UBS

Der CEO der schweizerischen UBS verdiente 2015 deutlich mehr als in den Jahren davor und landet auf Platz 9.

2015: 14,9 Millionen Dollar

2014: 12,2 Millionen Dollar

2013: 11,6 Millionen Dollar

Platz 8

Brian Moynihan, Bank of America

Der Chairman, Präsident und CEO der Bank of America konnte nach einem Rückgang 2014 im vergangenen Jahr sein Gehalt wieder steigern.

2015: 16,4 Millionen Dollar

2014: 13,5 Millionen Dollar

2013: 14,5 Millionen Dollar

Platz 7

Michael Corbat, Citigroup

Auch der CEO der Citigroup konnte 2015 sein Gehalt steigern.

2015: 16,5 Millionen Dollar

2014: 12,6 Millionen Dollar

2013: 14,4 Millionen Dollar

Platz 6

John Stumpf, Wells Fargo

Der Chairman, Präsident und CEO von Wells Fargo verdiente in den vergangenen drei Jahren exakt die gleiche Summe.

2015: 19,3 Millionen Dollar

2014: 19,3 Millionen Dollar

2013: 19,3 Millionen Dollar

Platz 5

Tidjane Thiam, Credit Suisse

Der CEO der Credit Suisse hat erst im Juli 2015 bei der schweizerischen Bank als Chef begonnen. In seinem Gehalt ist ein „Replacement Award“ eingeschlossen.

2015: 21,1 Millionen Dollar

Patz 4

James Gorman, Morgan Stanley

Der Chairman und CEO von Morgan Stanley konnte sein Gehalt von 2014 im vergangenen Jahr nicht steigern.

2015: 21,2 Millionen Dollar

2014: 23,1 Millionen Dollar

2013: 18,2 Millionen Dollar

Platz 3

Bill Winters, Standard Chartered

Der CEO von Standard Chartered aus London hat erst 2015 seinen Posten angetreten. In seinem Gehalt ist ein „Replacement Award“ enthalten.

2015: 22,4 Millionen Dollar

Platz 2

Lloyd Blankfein, Goldman Sachs

Der Chairman und CEO von Goldman Sachs verdiente im vergangenen Jahr knapp eine Million Dollar weniger als 2014.

2015: 23,4 Millionen Dollar

2014: 24,3 Millionen Dollar

2013: 23,3 Millionen Dollar

Platz 1

Jamie Dimon, JP Morgan Chase

Der Chairman, Präsident und CEO von JP Morgan Chase verdiente im vergangenen Jahr mit Abstand am meisten.

2015: 27,6 Millionen Dollar

2014: 20,2 Millionen Dollar

2013: 20,3 Millionen Dollar

Quelle: Financial Times

Am Donnerstag gab es die Quartalszahlen. Mit einer „positiven Dynamik“, so der dürre Kommentar der Bank. Zwar ist das dritte Quartal 2016 mit einem Nettogewinn von 447 Millionen Euro schlechter ausgefallen als das Vergleichsquartal 2015 mit 507 Millionen Euro (minus 11,8 Prozent), die  Einnahmen stiegen aber auf 5,46 von 5,33 Milliarden Euro. Und die ersten neun Monate liefen besser mit einem Nettogewinn von 1,8 Milliarden Euro, das ist ein Plus von 14,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.  

Besserung ist beim Anteil der notleidenden Kredite in den Büchern abzulesen: Im dritten Quartal lagen sie bei 36,4 Milliarden Euro und sind damit seit Jahresbeginn um acht Prozent gesunken mit einer Deckungsquote von 52,6 Prozent. Und auch bei der Kernkapitalquote sieht es besser aus. Ende September lag sie bei 10,82 Prozent und damit einen halben Punkt höher als drei Monate zuvor. Die Börse quittierte die Zahlen mit einem Sprung nach oben.

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