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15.11.2011

12:16 Uhr

Radikale Einsparungen

Hypo Vereinsbank bestätigt Abbau von 1000 Jobs

Bis 2015 will die Hypo Vereinsbank rund 1000 Vollzeitstellen abbauen. Es trifft vor allem zentrale Stabsstellen, aber auch das Investment-Banking. Der Stellenabbau ist Teil des Sparprogramms der HVB-Mutter Unicredit.

Das  Logo der HypoVereinsbank am Hauptfirmensitz des Unternehmens in München. dpa

Das Logo der HypoVereinsbank am Hauptfirmensitz des Unternehmens in München.

MünchenJetzt ist es offiziell: Die Hypo Vereinsbank (HVB) hat den Abbau von knapp 1000 Stellen bestätigt. Vorstandschef Theodor Weimer sagte am Dienstag in München, über 600 Jobs würden dabei auf Stabsstellen in der Zentrale, 370 auf das Investment-Banking entfallen. Der Abbau solle bis 2015 vollzogen werden. Ihren Aktienhandel und den Research-Bereich will die Bank schließen.

Die Maßnahmen sind Teil noch viel radikalerer Einsparungen bei der HVB-Mutter Unicredit aus Italien. Bei dieser werden brutto knapp 7300 Stellen gestrichen, im Gegenzug sollen in Osteuropa mehr als 1100 Jobs geschaffen werden. Der Großteil des Kahlschlags trifft das defizitäre Italien-Geschäft.

Aber auch im Investment-Banking, das bei der HVB gebündelt ist, lief es im dritten Quartal wegen der Verwerfungen an den Börsen nicht rund: So musste die HVB von Juli bis September einen Nettoverlust von 94 Millionen Euro verkraften. Weimer präzisierte, im Investment-Banking würden 220 Stellen im Inland und 150 im Ausland wegfallen. Diese Größenordnung war zuvor bereits im Umfeld der Bank zu hören, allerdings noch nicht durch den Vorstand bestätigt. Weimer ergänzte, geschlossen würden unter anderem der Aktienhandel und der Research-Bereich. Letzterer solle künftig durch eine Kooperation mit Kepler Capital Markets abgedeckt werden.

Der HVB-Chef sprach vom schwierigsten Quartal seit Herbst 2008, als die US-Investmentbank Lehman Brothers kollabierte. Trotzdem sei die HVB innerhalb der Unicredit-Gruppe, die für das dritte Quartal einen durch Abschreibungen bedingten Verlust von über zehn Milliarden Euro auswies, der „Fels in der Brandung“. Im Oktober sei es an den Märkten etwas besser gewesen: „Ich würde nicht von einer Entspannung sprechen, die Nervosität hat sich aber etwas gemindert.“ So sei im vierten Quartal mit einem Vorsteuergewinn zu rechnen, so dass dieser auch im Gesamtjahr über den knapp 1,9 Milliarden Euro von 2010 liegen sollte.

Von

rtr

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