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01.04.2014

14:51 Uhr

Ratingagentur Fitch

Russland-Sanktionen gefährden österreichische Banken

Österreichs Banken zittern vor Sanktionen im Zuge der Krim-Krise: Die Finanzinstitute seien gemessen am Eigenkapital am stärksten in Russland engagiert und besonders gefährdet, meint die Ratingagentur Fitch. 

Insbesondere die Raiffeisen Bank International ist vom russischen Markt abhängig (Symbolbild). AFP

Insbesondere die Raiffeisen Bank International ist vom russischen Markt abhängig (Symbolbild).

WienDie drohenden Sanktionen gegen Russland im Zuge der Krim-Krise könnten zur Gefahr für österreichische Banken werden. Von allen Finanzinstituten sind sie gemessen an ihrem Eigenkapital am stärksten in Russland engagiert, erklärte die Ratingagentur Fitch am Dienstag. Die Risiken anderer Banken – etwa aus den USA oder Asien – seien dagegen vergleichsweise gering.

Aus Österreich sei insbesondere die Raiffeisen Bank International von dem russischen Markt abhängig: Dort habe die Osteuropabank im vergangenen Jahr 74 Prozent ihres Vorsteuergewinns erzielt. „Die Rentabilität dieses Geschäfts wird angesichts der Krise in 2014 wohl sinken“, erklärten die Analysten. Für die RBI sei es daher wichtig, dass sich das Geschäft in den übrigen osteuropäischen Märkten rasch wieder erhole.

„Ich möchte die Lage nicht schön färben. Selbstverständlich bestehen Risiken für die Raiffeisen Bank International. Wir haben deshalb den Ausblick für das Geschäftsjahr 2014 unter Vorbehalt gestellt“, sagte Bankenchef Karl Sevelda. Es sei jedoch schwer, Prognosen über den künftigen Verlauf abzugeben.

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Auch die UniCredit-Tochter Bank Austria sei stark in Russland vertreten.

Aus Europa seien neben österreichischen auch französische Institute wie Societe Generale, BNP Paribas und Credit Agricole dort aktiv.

Bereits jetzt von den Sanktionen betroffen sind die russischen Banken selbst. Die steigt die Kapitalflucht aus Russland steigt derzeit rasant an, auch Banken verlieren erheblich an Einlagen: im ersten Quartal wurden bereits netto über 60 Milliarden Dollar aus Russland abgezogen, im ganzen Vorjahr waren es 62,7 Milliarden.

Von

rtr

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