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29.03.2017

16:08 Uhr

Ratingagentur S&P

Deutsche Bank und Commerzbank wieder mit A-Rating

Die Ratingagentur S&P stuft die Kreditwürdigkeit mehrerer deutscher Geldhäuser herauf. Damit trägt sie einer Klarstellung der Finanzaufsicht Bafin Rechnung. Der Ausblick für die zwei größten Banken bleibt aber negativ.

Neben der Deutschen Bank und Commerzbank wurde auch die Deutsche Pfandbriefbank hochgestuft und bei der HypoVereinsbank der Ausblick heraufgesetzt. Reuters, Sascha Rheker

Deutsche Bank

Neben der Deutschen Bank und Commerzbank wurde auch die Deutsche Pfandbriefbank hochgestuft und bei der HypoVereinsbank der Ausblick heraufgesetzt.

BerlinDie Deutsche Bank und die Commerzbank haben bei der weltgrößten Ratingagentur S&P wieder ein „A“-Rating. Die Bonitätswächter stuften die Langfrist-Ratings der beiden größten börsennotierten Institute in Deutschland auf „A-“ von „BBB+“, wie sie in der Nacht zum Mittwoch mitteilten. Das ist die siebtbeste Note auf der 22-stufigen Skala von S&P und weist auf eine gute Kreditqualität hin. Beide profitierten vor allem von der veränderten Einschätzung von A&P, was ihre Risikopuffer, das sogenannte ALAC, und die damit verbundenen Risiken für die Gläubiger unbesicherter Anleihen betrifft. In die Waagschale warf S&P aber auch die Fortschritte beim Umbau der Institute.

Das Risiko, dass sich die Ratings von Deutscher Bank und Commerzbank angesichts eines Abschwungs in Deutschland wieder verschlechtern, drückt sich im negativen Ausblick für die Noten aus. Die Deutsche Pfandbriefbank (pbb) wurde sogar um zwei Noten hochgestuft, ebenfalls auf „A-“ (vorher „BBB“). Die HypoVereinsbank bleibt als Tochter der italienischen UniCredit dagegen bei „BBB+“. Ob es mit ihrem Rating in den nächsten ein bis zwei Jahren aufwärts oder weiter abwärts gehe, hänge von den Abwicklungsregeln für UniCredit ab, die in der Zeit feststehen sollen.

Bei den deutschen Großbanken reagiert die US-Ratingagentur auf eine Klarstellung der Finanzaufsicht BaFin zur Einstufung erstrangiger Verbindlichkeiten, die nach einem neuen Gesetz bei der Abwicklung auch rückwirkend als nachrangig behandelt werden sollen. Die Banken können sie damit heranziehen, um Verluste aufzufangen. Damit wachsen ihre Puffer für Krisenfälle. Fallen die Anleihen aus, bedeute dies aber noch nicht die Pleite der Banken selbst. Sie würden vielmehr einer geordneten Abwicklung unterzogen, erklärte S&P.

Deutsche Bank, Commerzbank und pbb hätten trotz ihrer unterdurchschnittlichen Renditen ein "A-"-Rating verdient. Bei der Commerzbank sei die Gefahr von Rückschlägen und negativen Überraschungen gesunken, bei der Deutschen Bank verhindere der bevorstehende jahrelange Umbau dagegen ein besseres Rating.

Von

rtr

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