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17.01.2014

12:19 Uhr

Rechtsstreit

250 Mitarbeiter klagen gegen BayernLB

Die BayernLB hat sich von der Bankenkrise immer noch nicht erholt. Rund 250 Angestellte fordern trotzdem ihre beamtenähnlichen Versorgungsprivilegien zurück – und ziehen dafür sogar vor Gericht.

Als Folge einer groß angelegten Expansionspolitik mit vielen auch riskanten Geschäften war die BayernLB im Zuge der internationalen Bankenkrise in die Schieflage geraten. dpa

Als Folge einer groß angelegten Expansionspolitik mit vielen auch riskanten Geschäften war die BayernLB im Zuge der internationalen Bankenkrise in die Schieflage geraten.

MünchenDie BayernLB ist von zahlreichen Mitarbeitern verklagt worden. Rund 250 Angestellte fordern einem Bericht des „Manager-Magazins“ zufolge beamtenähnliche Versorgungsprivilegien zurück, die sie 2009 aufgeben mussten. Eine Sprecherin der Bank bestätigte der Nachrichtenagentur AFP am Freitag, dass Klagen eingegangen seien. Das Haus versuche gemeinsam mit dem Gesamtpersonalrat eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Die Bank wolle auf die Mitarbeiter, die der damaligen Veränderung bei der Versorgung zugestimmt haben, zugehen, sagte die Sprecherin. Das gelte unabhängig davon, ob sie Klage erhoben haben oder nicht. Was den Mitarbeitern angeboten werden solle, sagte die Sprecherin nicht.

Die BayernLB im Überblick

Bank in Staatshand

Die BayernLB hat turbulente Jahre hinter sich - und war zeitweise fast komplett in Staatshand. Noch immer ist der Freistaat Bayern der Haupteigentümer. Das Land hält 75 Prozent an der BayernLB Holding AG. Die bayerischen Sparkassen sind mit 25 Prozent beteiligt.


Geteiltes Haus

In der Organisation ist die Bank zweigeteilt. Im Kerngeschäft kümmert sie sich etwa um mittelständische Firmen, über die Direktbank-Tochter DKB auch um Privatkunden.

Abgespaltene Töchter

Nicht mehr zum Kerngeschäft gehört unter anderem die angeschlagene ungarische Tochter MKB, die die Bank bis 2015 auf Druck der EU verkaufen muss und die zum Verkauf stehende luxemburgische Tochterbank LBLux.

Zudem bestätigte die Bank auch Klagen von weiteren Mitarbeitern, die in den Krisenjahren keine Boni erhielten. Das „Manager Magazin“ berichtete von rund 40 Bankern, die einen Rechtsanspruch auf die Boni geltend machen. Die Sprecherin der Bank sagte, sie bedauere, dass einige wenige Mitarbeiter versuchten, sich vor Gericht einen wirtschaftlich „in keiner Weise zu vertretenden Bonus“ zu erstreiten. Der Vorstand der Bank habe kein Verständnis für dieses Vorgehen, weil es sich hier auch um solche Jahre handele, in denen sich die BayernLB „in größten wirtschaftlichen Schwierigkeiten befand, Verluste auswies und vom bayerischen Steuerzahler gerettet werden musste“.

Als Folge einer groß angelegten Expansionspolitik mit vielen auch riskanten Geschäften war die BayernLB im Zuge der internationalen Bankenkrise in die Schieflage geraten. Die bayerische Landesregierung konnte die Bank Ende 2008 nur mit einer Finanzspritze von insgesamt zehn Milliarden Euro Eigenkapital und einer Garantieübernahme für weitere drohende Verluste retten. Noch immer muss die BayernLB Staatshilfen zurückzahlen, weshalb auch ein weiterer Stellenabbau geplant ist.

Von

afp

Kommentare (1)

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r-tiroch@t-online.de

17.01.2014, 16:56 Uhr

die verchissene Bank macht was sie will, gell?

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