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30.01.2008

10:36 Uhr

Refinanzierungsvolumen wegen IKB stark gestiegen

KfW steigert Fördervolumen

Die staatliche KfW hat ihr Fördervolumen im vergangenen Jahr deutlich erhöht. Zudem teilte Vorstandssprecherin Ingrid Matthäus-Maier mit, sie wolle den Verkauf der angeschlagenen Mittelstandsbank IKB vorantreiben. Aufgrund der milliardenschwere Risikoabsicherung für die IKB ist das Refinanzierungsvolumen der KfW im Vergleich zum Vorjahr stark gestiegen.

HB FRANKFURT. Das Institut habe das Engagement in Mittelstand, Umwelt- und Klimaschutz, Wirtschafts- und Entwicklungsförderung sowie Bildung auf ein Rekordniveau von 87,1 Mrd. Euro gesteigert, teilte die KfW am Mittwoch in Frankfurt mit. Das seien 13 Prozent mehr als 2006. Auch für dieses Jahr strebe die KfW eine „Förderung auf hohem Niveau“ an.

Mit 68,1 (2006: 59,6) Mrd. Euro entfiel der weitaus größte Teil des Fördervolumens auf Kredite. Die Verbriefung von Darlehen habe trotz einer schwierigen Lage an den weltweiten Finanzmärkten 19 (17,1) Mrd. Euro erreicht.

Zur Refinanzierung will die KfW in diesem Jahr rund 70 Mrd. Euro am Kapitalmarkt aufnehmen. Das ist fast ein Zehntel mehr als 2007. Ein Grund dafür ist die Krise bei der Mittelstandsbank IKB, an der die KfW mit 38 Prozent beteiligt ist und wo sie bisher mit rund fünf Mrd. Euro für Risiken vorsorgen musste.

Vorstandssprecherin Ingrid Matthäus-Maier sagte, die KfW wolle den vor zwei Wochen eingeleiteten Verkauf der angeschlagenen Mittelstandsbank IKB zügig vorantreiben. Details wollte sie nicht nennen. Die KfW hält knapp 38 Prozent an der Düsseldorfer Bank, die im vergangenen Sommer nach Fehlspekulationen auf dem US-Hypothekenmarkt nur dank eines milliardenschweren Rettungspaketes von KfW und Bankenverbänden vor der Pleite gerettet wurde.

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