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31.01.2012

17:05 Uhr

Regulierung

HRE-Mitarbeiter sollen zur Bad Bank wechseln

VonAxel Höpner

ExklusivStrenge Auflagen aus Brüssel: Die Hypo Real Estate darf ab 2013 nicht mehr die Verwaltung der abgespaltenen Bad Bank übernehmen. Eine neue Service-Gesellschaft soll die Mitarbeiter des Portfolio-Managements aufnehmen.

Hypo Real Estate. dpa

Hypo Real Estate.

MünchenMehrere hundert Mitarbeiter der Hypo Real Estate sind derzeit noch mit der Verwaltung des Portfolios der abgespaltenen Bad Bank FMSW beschäftigt. Doch wegen Auflagen aus Brüssel darf die HRE diese Aufgaben ab Herbst 2013 nicht mehr für die Schwester übernehmen. Nach Informationen des Handelsblatts ist jetzt eine Grundsatzentscheidung gefallen. Für das Portfolio-Management wolle die FMSW eine eigenständige Service-Gesellschaft gründen, in die HRE-Mitarbeiter wechseln können, schrieb HRE-Chefin Manuela Better in einer internen Mitteilung, die dem Handelsblatt vorliegt. Die IT-Dienstleistungen sollen dagegen ausgeschrieben und an einen externen Dienstleister vergeben werden.

Die Entflechtung der beiden Banken ist eine heikle Angelegenheit. Denn bei der HRE muss die Zahl der Arbeitsplätze wohl deutlich reduziert werden, wenn die Dienstleistungen für die FMSW wegfallen. Bei der Bad Bank wiederum dürfte es schwierig sein, die Verwaltung selbst aufzubauen oder einen externen Dienstleister zu finden, der entsprechende Kapazitäten hat. Somit wäre beiden Seiten geholfen. Allerdings wies der HRE-Betriebsrat in einem eigenen Schreiben darauf hin, dass niemand zum Wechsel zur Bad Bank gezwungen werden könne. „Es kann keine Entscheidung über die Köpfe der Mitarbeiter hinweg getroffen werden.“ Die Entscheidung, den Arbeitgeber zu wechseln, könne immer nur freiwillig fallen. Erste Gespräche mit der Geschäftsleitung würden bereits geführt.

Kommentare (1)

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31.01.2012, 18:42 Uhr

Ja, so kann man sich trefflich mit sich selbst beschäftigen, der Steuerzahler trägts ja. Und Schuldenverwaltung ist doch eigentlich eine Lebensstellung, sieht man ja bei den entsprechenden Staatsstellen. Die gewohnten Boni brauchen dann als Anreiz zum Wechseln noch fließen, natürlich verbunden mit etlichen Pfund Puderzucker, die geblasenerweise dem Allerwertesten zusätzlich verabreicht werden.
Ist schon weit gekommen hier in der BRD, daß erst Brüssel der Selbstbeschäftigung entgegenwirkt.
Wir zahlen sicher zu viele Steuern, die es den undemokratisch gewählten Verantwortlichen zu leicht macht, "alternativlos" die zahlende Verantwortung an die Bevölkerung weiterzureichen.
Vielleicht löst Brüssel auch noch das Problem mit den verantwortlichen Schaumschlägern und Volksschädlingen, die bisher ungeschoren davongekommen sind und sogar noch weitermachen dürfen.

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