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28.10.2015

10:02 Uhr

Regulierungsbehörde gibt grünes Licht

James Staley wird neuer Chef bei Barclays

VonKatharina Slodczyk

Nun also doch: Der US-Investmentbanker James Staley wird ab Dezember neuer Chef bei der britischen Großbank Barclays. Die britische Regulierungsbehörde hat zugestimmt. Investoren und Analysten sind allerdings skeptisch.

Staley hat 34 Jahre bei JP Morgan gearbeitet. Er hat dort die Vermögensverwaltung geleitet und später die Investmentbanksparte. Bloomberg/Getty Images

James Staley

Staley hat 34 Jahre bei JP Morgan gearbeitet. Er hat dort die Vermögensverwaltung geleitet und später die Investmentbanksparte.

LondonDie erste Hürde ist genommen: James Staley, langjähriger US-Investmentbanker und zuletzt Partner beim Hedge-Fonds Blue Mountain Capital, hat das grüne Licht der britischen Regulierungsbehörde bekommen, um die Großbank Barclays zu leiten. Der 58-Jährige wird den Spitzenposten zum ersten Dezember übernehmen, kündigte das Geldhaus am Mittwoch an.

Vor zwei Wochen war durchgesickert, dass Barclays ihn zum Vorstandsvorsitzenden machen will. Bereits vor drei Jahren war Staley Finanzkreisen zufolge einer der Kandidaten für diesen Job. Barclays entschied sich jedoch damals für eine interne Lösung: für Antony Jenkins, der das Privatkundengeschäft des Instituts geleitet hatte.

Die Mehrheit der Barclays-Verwaltungsräte wollte damals offenbar eine hitzige Debatte über einen Investmentbanker an der Spitze des Instituts vermeiden, nachdem der damalige Chef Bob Diamond, ein US-Investmentbanker, wegen massiver Kritik von Politik, Öffentlichkeit und Investoren an seiner Strategie und seinem Umgang mit Fehlern zurücktreten musste.

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Der Favorit für den Posten des Vorstandschefs bei Barclays stößt bei Investoren auf Skepsis, der Aktienkurs reagiert empfindlich. Der Grund: Es herrscht Unsicherheit über die künftige Strategie der britischen Bank.

Verwaltungsratschef John McFarlane hat Jenkins allerdings Mitte dieses Jahres gefeuert und dies mit zu langsamen Fortschritten beim Umbau der Bank begründet, die mit höheren Kapitalanforderungen der Aufsichtsbehörden und teuren Altlasten kämpft. Barclays sei zudem zu bürokratisch und zu schwerfällig, hatte McFarlane kritisiert und ebenfalls klargemacht, dass der nächste CEO mehr Ahnung vom Investmentbankgeschäft haben sollte.

Das trifft für Staley eindeutig zu. Er hat 34 Jahre bei JP Morgan gearbeitet, dort zunächst die Vermögensverwaltung und später die Investmentbanksparte geleitet. „Wir glauben, dass wir mit Staley einen CEO haben, der die nötigen Führungsqualitäten und einen umfangreichen Erfahrungsschatz vorweisen kann, um die Bank strategisch voranzubringen und Mehrwert für die Aktionäre zu schaffen“, sagte McFarlane über Staleys Ernennung.

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